Floß am Hochablaß mit den beiden Kopfbauten der Stadtkanäle im Hintergrund, Sammlung Häußler

Alles fließt!
Flößerei in Augsburg, auf dem Lech und der Donau

07.07.–07.10.2018 im Grafischen Kabinett

Die Nutzung der Flüsse als Transportwege ist in Augsburg an Lech und Wertach früh zu vermuten. So wurden bei Ausgrabungen Reste einer römischen Hafenanlage gefunden. Im Stadtrecht Augsburgs von 1276 ist die Flößerei auf dem Lech erstmals nachzuweisen, für die Wertach ist sie ab 1301 dokumentiert. Auf den reißenden, nicht schiffbaren Gebirgsflüssen transportierte man Bau- und Brennholz sowie Steine, aber auch Handelsgüter wie Wein und Baumwolle zunächst bis nach Augsburg und dann über die Donau z.T. bis nach Wien und den Balkan. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Flößerei von der Eisenbahn verdrängt und 1914 schließlich ganz eingestellt. Heute ist Flößerei aufgrund der vielen Staustufen gar nicht mehr möglich.

Die Ausstellung zeigt mit seltenen Bilddokumenten diese alte, naturnahe und einfache, aber auch nicht ungefährliche Form des Transports in Augsburg für Holz, Waren und Menschen und verdeutlicht, wie verbreitet die Flößerei hier einst war.