© Kunstsammlungen und Museen Augsburg
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Virtuelle Barockgalerie

im Schaezlerpalais

Hier finden Sie alle Werke der Ausstellung Deutsche Barockgalerie im Schaezlerpalais Augsburg mit entsprechenden Informationen über Künstler, Entstehung, Größe und Bildbeschreibung. Sie haben die Möglichkeit, die Werke mit entsprechenden Angaben zu Epoche, Technik und Genre weiter einzugrenzen.

Beham, Barthel

Nürnberg um 1502–1540 Bologna

Barthel Beham (Nürnberg um 1502–1540 Bologna), Junge Dame bei der Toilette
Tempera und Öl auf Lindenholz
1534
96,9 × 78,7 cm
Signiert und datiert links oben über dem Kopf des Jünglings: 1534 / BB
Inv. Nr. L 841
Leihgabe der Freunde der Kunstsammlungen Augsburg e.V.

Barthel Beham war ab 1527 Hofmaler Herzog Wilhelms IV. von Bayern und vor allem als Porträtist gefragt. Seine Darstellung einer jungen, sich frisierenden Dame geht zurück auf ein Motiv Tizians und ist ein Zeugnis der Italien-Rezeption deutscher Künstler im 16. Jahrhundert. Die Darstellung gilt als Allegorie der Eitelkeit und verweist somit indirekt auf die Vergänglichkeit des Seins.

Abb. © Kunstsammlungen und Museen Augsburg
Platzer, Johann Georg

Eppan 1704–1761 Eppan

Johann Georg Platzer (Eppan 1704–1761 Eppan), Bacchus und Ceres
Material: Öl auf Kupfer
Datierung: 1730/40
Maße: 48 × 68 cm
Provenienz: Leihgabe der HypoVereinsbank UniCredit Bank AG
Inventarnummer: L 825

Das Motiv geht zurück auf ein Zitat des römischen Dichters Terenz, demzufolge es ohne gutes Essen und Wein keinen Liebesgenuss geben kann. Ceres, Göttin des Ackerbaus, und Bacchus, Gott des Weines, bilden das Zentrum des Motivs, oben rechts schwebt Liebesgott Amor. Die weiteren Figurengruppen versinnbildlichen zum einen die keusche, geistige und zum anderen die rauschhafte, fleischliche Liebe.

Abb. © Kunstsammlungen und Museen Augsburg
Schönfeld, Johann Heinrich

Biberach an der Riß 1609–1684 Augsburg

Johann Heinrich Schönfeld (Biberach an der Riß 1609–1684 Augsburg), Der Raub der Proserpina
Material: Öl auf Leinwand
Datierung: 1640/42
Maße: 47 × 54 cm
Provenienz: 1964 mit Unterstützung der altaugsburggesellschaft erworben
Inventarnummer: 12079

Schönfeld orientiert sich bei der Darstellung von Proserpinas Entführung durch den Gott der Unterwelt detailgetreu an den Schilderungen in Ovids „Metamorphosen“, verdichtet das Geschehen aber zu einer Ansicht ungleichzeitiger Aspekte: Amor feuert seinen Pfeil auf Pluto ab, während dieser bereits Proserpina mit seinem Wagen in die Unterwelt entführt und die Nymphe Cyane deshalb in Tränen zerfließt.

Abb. © Kunstsammlungen und Museen Augsburg