Die Kunst zu Wohnen –
Ein Augsburger Klebealbum des 18. Jahrhunderts

23.11.2010–20.02.2011 im Schaezlerpalais

Als beliebte Alternativen zu den Puppenhäusern wurden in Augsburg als wichtiger Verlagsstadt des 18. Jahrhunderts so genannte „Klebealben“ aufgelegt. Sie zeigen insbesondere die Räume idealtypischer Bürgerhäuser, in die ausgeschnittene Darstellungen von Figuren, Möbeln oder Geschirren einge-klebt werden konnten. Als Ressource hierfür dienten nicht nur die Augsburger „Ausschneidebögen“, sondern auch Modejournale, Bunt­papiere, Textilien oder alte Bücher. Die Ausstellung ist einem besonders qualitätsvollen und gut erhaltenen Album gewidmet. Dieses wurde in den 1780er Jahren vermutlich von Balthasar Cornelius Koch gefertigt und zeigt durch seine additive Darstellungs- weise wichtige Aspekte des bürger- lichen Lebens dieser Zeit – eine unschätzbare kulturhistorische Quelle nicht nur für Augsburg.