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Aïcha Khorchid, Aprés l'école, a la Maison, 2024, organic pigments, latex, rabbit glue, oil chalk and pencils on wood panel, 200 x 400 cm. Courtesy of the artist and GNYP Gallery

Was bleibt – Die Welt von Aïcha Khorchid

14.05.2027 – 17.10.2027  in der Kunsthalle Augsburg im Glaspalast

Mit Aïcha Khorchid widmet die Kunsthalle Augsburg einer der bemerkenswertesten künstlerischen Entdeckungen der jüngeren Gegenwartskunst eine umfassende Einzelausstellung. Die Präsentation entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin sowie in Kooperation mit dem Kunstmuseum Wolfsburg, wo vom 21.11.2026 bis 28.03.2027 ihre erste institutionelle Einzelausstellung unter dem Titel Aïcha Khorchid. Das Meer ist nicht blau zu sehen sein wird. 
Die Ausstellung in der Kunsthalle Augsburg wird zugleich anlässlich der Verleihung des „Zeitsicht Art Award“ 2026 an Aïcha Khorchid ausgerichtet, mit dem die Kunstsammlungen und Museen Augsburg ihr herausragendes künstlerisches Schaffen würdigen.

Aïcha Khorchid (*1981 in Karachi, Pakistan) lebt und arbeitet heute auf Mallorca. Ihr Werk ist zutiefst autobiografisch geprägt und kreist um Themen wie Erinnerung, Identität, Verlust, Zugehörigkeit und menschliche Beziehungen. Die Bildwelten der Künstlerin gleichen einer Reise durch ihr Leben und visualisieren die Suche nach Geborgenheit, nach einem Ort in der Welt und letztlich nach sich selbst.

Auf großformatigen Holztafeln entwickelt Khorchid eine unverwechselbare Bildsprache von großer emotionaler Intensität. Ihre Malerei verbindet persönliche Erinnerungen und biografische Erfahrungen mit imaginären Gegenwelten voller Schönheit, Hoffnung und Sehnsucht. Die oftmals nahezu lebensgroßen Figuren treten den Betrachtenden frontal gegenüber und entfalten eine unmittelbare Präsenz. In ihren Werken begegnen sich Verletzlichkeit und Stärke, Schmerz und Trost, Erinnerung und Vision.

Als Autodidaktin begann Khorchid erst 2020 mit der Malerei. Nach Tätigkeiten als Straßenkünstlerin, Tänzerin, Model und Unternehmerin entwickelte sie innerhalb weniger Jahre ein Werk, das international große Aufmerksamkeit erlangte. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in Berlin, Antwerpen und Prag gezeigt; 2024 waren sie erstmals in der Gruppenausstellung The Beauty of Diversity in der Albertina Modern vertreten und wurden in deren Sammlung aufgenommen.

Die Ausstellung in Augsburg versammelt zentrale Werke der vergangenen Jahre und macht die Entwicklung einer außergewöhnlichen künstlerischen Position sichtbar. Sie lädt dazu ein, in die eindringlichen Bildwelten Aïcha Khorchids einzutauchen und den universellen Fragen nach Herkunft, Erinnerung, Verlust und Hoffnung nachzuspüren.

Herzliche Einladung zur Eröffnung mit Preisverleihung am Donnerstag, 13. Mai 2027, um 19 Uhr in der Kunsthalle Augsburg im Glaspalast. – Keine Anmeldung erforderlich. Seien Sie herzlich willkommen!

In Kooperation mit

ZEITSICHT ART AWARD

Der „Zeitsicht Art Award“ wurde vor über 20 Jahren als private Initiative des Augsburger Beratungsunternehmens hauserconsulting ins Leben gerufen. Zu den engagierten Persönlichkeiten im Kontext des Preises zählen bedeutende Künstlerinnen und Künstler wie Marina Abramović, Arnulf Rainer, Rebecca Horn, Neo Rauch und Katharina Sieverding.

Seit 2024 wird der Preis in städtischer Trägerschaft durch die Kunstsammlungen und Museen Augsburg vergeben und organisatorisch von der Kunsthalle Augsburg verantwortet. Mit dieser Neuausrichtung wurde auch das Verfahren reformiert: Erstmals entscheidet seither eine unabhängige Fachjury über die Vergabe.

Ziel des mit 7.000 Euro dotierten Preises – ergänzt durch eine Ausstellung in der Kunsthalle Augsburg – ist es, herausragende künstlerische Positionen zu fördern, die durch Qualität, Eigenständigkeit und zeitgenössische Relevanz überzeugen und ihnen eine institutionelle Plattform zu bieten. Neben dem Augsburger Friedenspreis und dem Bertolt-Brecht-Preis etabliert sich der „Zeitsicht Art Award“ damit als dritter bedeutender, überregional wirkender Preis der Stadt Augsburg.

Über die Vergabe des Preises entschied auch 2026 eine Fachjury aus renommierten Persönlichkeiten des internationalen Kunstbetriebs. 

Preisgremium 2026 „Zeitsicht Art Award“:

  • Dr. Andreas Beitin, Direktor Kunstmuseum Wolfsburg
  • Dr. Eva Huttenlauch, Sammlungsleiterin und Kuratorin „Kunst nach 1945“, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
  • Karsten Löckemann M.A., Hauptkurator Sammlung Goetz, München
  • Dr. Simone Schimpf, Direktorin Neues Museum, Staatl. Museum für Kunst und Design, Nürnberg
  • Jan T. Wilms M.A., Direktor Kunsthalle Augsburg im Glaspalast

Beratend und ohne Stimmrecht nahmen teil:

  • Jürgen K. Enninger, Referent für Kultur, Welterbe und Sport der Stadt Augsburg
  • Eberhard Hauser, hauserconsulting, Stifter des „Zeitsicht Art Award“
  • Dr. Christof Trepesch, Leitender Direktor der Kunstsammlungen und Museen Augsburg

Die Jury würdigte insbesondere die außergewöhnliche künstlerische Eigenständigkeit, die emotionale Tiefe und die hohe zeitgenössische Relevanz im Werk von Aïcha Khorchid.