Immer wieder sonntags: Dominikanerkirche geöffnet
Immer wieder sonntags: Dominikanerkirche geöffnet
Lang ersehnt – nun stehen endlich die Termine für weitere Öffnungszeiten der Dominikanerkirche fest: Von Februar bis April ist die ehemals prunkvoll ausgestattete Grablege der Augsburger Patrizierfamilien jeweils am 1. Sonntag im Monat von 11 bis 15 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Jeweils um 13 Uhr führen zudem Kunstvermittelnde 45 Minuten lang durch die Kirche und erzählen aus ihrer bewegten Vergangenheit. Der Eintritt und die Führungen sind kostenlos.
Die Dominikanerkirche war aufgrund baulicher Mängel einige Jahre geschlossen. Als bedeutendes Zeugnis der Augsburger Stadtgeschichte hat sie eine lange Geschichte. Schon 1313 ging der Vorgängerbau in den Besitz des Dominikanerordens über, dann 1513 wurde innerhalb von zwei Jahren auf dessen Grundmauern die Kirche, wie wir sie heute kennen, gebaut.
Die reichen Augsburger Familien beteiligten sich dabei an den Bau- und Ausstattungskosten und sicherten sich besagte Grablege in den Grüften. 1716 bis 1724 erhielt die Kirche ihr barockes Gewand. Prägend für den prächtigen Raumeindruck der doppelschiffigen Basilika sind die Stuckaturen der Brüder Feichtmayr und Fresken von Alois Mack.
Mit der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam das Aus für das Dominikanerkloster und die Kirche. Der Orden wurde 1803 aufgelöst, die Gebäude gingen 1807 in den Besitz des Königreichs Bayern über. Die Kirche diente von da an profanen Zwecken – als Kaserne, Salpeter- und Schwefelmagazin ebenso wie als Lager für Stroh, Holz und Wein. Seit 1837 ist der Bau in städtischer Hand.
Ab 1966 beherbergte die Dominikanerkirche das Römische Museum, das 2012 aufgrund statischer Probleme schließen musste. Nach der Sanierung wird die Kirche nun mit einem neuen Konzept als multifunktionaler Veranstaltungs- und Ausstellungsraum das Kulturleben in der Innenstadt bereichern.