Augusta Vindelicum –
Tour durchs römische Augsburg

Im Boden unter Augsburgs Altstadt schlummert die alte Römerstadt. In vielfältigen Ausgrabungen findet unsere Stadtarchäologie immer wieder Fundstücke, die die über 2.000 Jahre alte Stadtgeschichte greifbar machen. Dr. Sebastian Gairhos, Leiter der Stadtarchäologie Augsburg, nimmt Sie anhand verschiedener Funde mit auf Erkundungstour durchs römische Augsburg. Startpunkt ist der Archäologische Garten im Stadtzentrum.

Der Archäologische Garten (Äußeres Pfaffengäßchen 9) ist von April–November täglich 10 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt frei.

1. Station:

Von der Moderne zur Antike:
der Archäologische Garten

Im Archäologischen Garten der Stadt Augsburg können Funde des römischen Stadtbereichs besichtigt werden. Diese wurden in den 1990er Jahren bei Bauarbeiten freigelegt, sind nun in Teilen konserviert und im Stadtzentrum freizugänglich.

2. Station

Fußbodenheizung
zur Römerzeit

Bereits die Römer wussten warme Füße sehr zu schätzen. So hatten sie ein spezielles Heizsystem entwickelt, um unter anderem die Böden ihrer Badeanlagen zu beheizen.

3. Station

Überreste einer Thermenanlage

Die Badeanlage aus der Römerzeit umfasste fast 3.500 qm. Als Baumaterial dienten Tuffstein und Jurakalk, die mit großem Aufwand vom Ammersee und aus der Schwäbischen Alb nach Augsburg transportiert wurden.

4. Station

Von der Schwarzkiefer
zum Stadtwappen

Bis heute ziert sie das Augsburger Stadtwappen und ist an den verschiedensten Stellen in der Stadt zu finden – die Zirbelnuss.

5. Station

Entdeckung der
großen Markthalle

An der Ecke Pfärrle/Stephansgasse stand zu Römerzeiten eine große Markthalle, in der Waren des täglichen Gebrauchs wie Wein, Glasgefäße u.v.m. feilgeboten wurden. Sie war aber auch Ort für Großhandelsgeschäfte.

6. Station

Entlang der Stadtmauer Augusta Vindelicum

Entlang der heutigen Rugendasstraße befand sich früher die ehemalige Stadtmauer der römischen Stadt Augusta Vindelicum.

7. Station

Das Straßensystem
der Römerstadt

Die guten Transportwege des rätischen Straßensystems waren eine wichtige Grundlage für den florierenden Handel. Die häufige Versetzung von römischen Beamten zeugt von den mit hoher Mobilität einhergehenden Möglichkeiten für das gesellschaftliche und politische Leben.

8. Station

Römisches Baumaterial
im Dom

Für den Bau des Querhauses des Doms wurden teils große Quader aus Tuffstein verwendet, die aus römischen Ruinen entnommen und wieder verbaut wurden.

9. Station

Bis heute erhalten:
Römische Inschriften

Das Peutingerhaus ist ein Gebäude, an dem sich auch heute noch Inschriften aus der Römerzeit finden lassen. In der Renaissance entdeckte man viele der römischen Reliefs und integrierte diese kurzerhand in die Fassaden damaliger Neubauten.

10. Kapitel

Das südliche Ende
der Stadtmauer

Auch am Hafnerberg machten sich die Römer die natürliche Geländekante zunutze, um dort ihre Stadtmauer zu errichten.

STADTARCHÄOLOGIE / ARCHÄOLOGISCHES ZENTRALDEPOT
Zur Kammgarnspinnerei 9
D-86153 Augsburg
T +49 (0) 821 324 41 42
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Impressum:
Stadt Augsburg
Kunstsammlungen und Museen Augsburg
Direktor: Dr. Christof Trepesch
Strategische Kommunikation: Monika Harrer-Jalsovec M.A.
Stadtarchäologie / Archäologisches Zentraldepot: Dr. Sebastian Gairhos (Leitung)
Website und Videos: Waldmann & Weinold, Kommunikationsdesign
Seitenlayout: Lina Winter M.A.

Bildnachweis:
© Kunstsammlungen und Museen Augsburg