Was ich anhatte...Ausstellung zu sexualisierter Gewalt an Frauen
13.09.–27.09.2026 in der Neuen Galerie im Höhmannhaus
„Was ich anhatte...“ stellt eine Frage in den Raum, die Betroffenen sexualisierter Gewalt bis heute häufig begegnet. Die Ausstellung macht sichtbar, warum diese Frage in die Irre führt: Sexualisierte Gewalt geschieht unabhängig davon, was Menschen tragen.
Im Mittelpunkt stehen Kleidungsstücke, die Frauen und Mädchen zum Zeitpunkt eines sexuellen Übergriffs trugen. Gemeinsam mit persönlichen Berichten der Betroffenen machen die Exponate deutlich, dass weder Kleidung noch Auftreten oder Verhalten Gewalt erklären oder rechtfertigen können. Die Ausstellung setzt damit ein klares Zeichen gegen Vergewaltigungsmythen und gegen Victim Blaming, also die Schuldzuweisung an Betroffene.
Die gezeigten Kleidungsstücke stehen stellvertretend für die Erfahrungen von zwölf Frauen unterschiedlicher Altersgruppen. Ihre Geschichten verdeutlichen die Allgegenwärtigkeit sexualisierter Gewalt und die oft langanhaltenden Folgen für die Betroffenen. Zugleich ermutigt die Ausstellung dazu, über erlebte Gewalt zu sprechen, Solidarität zu zeigen und gesellschaftliche Vorurteile kritisch zu hinterfragen.
Begleitend findet ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Workshops und Gesprächsangeboten statt. Im Fokus stehen Themen wie Täterarbeit, K.-o.-Tropfen, Vergewaltigungsmythen, Opferschutz sowie Präventionsarbeit. Darüber hinaus erhalten Besucherinnen und Besucher Informationen zu Hilfs- und Beratungsangeboten in Augsburg.
Die offizielle Eröffnung findet am 15. September um 17 Uhr statt. Neben Oberbürgermeister Dr. Florian Freund wird auch die Initiatorin und Kuratorin der Ausstellung, Beatrix Wilmes, anwesend sein.
