© Charles Xelot, aus der Serie „Gas under the Tundra”, 2017
© Olaf Otto Becker, Cenote Maya Mexico, 12/2018

Der Blaue Planet –
The Blue Planet

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19.06. bis Ende Dezember 2020 im H2 – Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast


In der Ausstellung geht es ganz grundsätzlich um das, was wir Tag für Tag intensiver erfahren – wie eklatant unser Lebensraum Erde durch vom Menschen selbst herbeigeführte Ursachen nicht mehr nur bedroht, sondern mutwilligen Zerstörungen ausgesetzt ist.

Die Verschmutzung von Luft und Gewässern, eine überbordende Abfallproduktion, CO2-Ausstoß und die damit verbundene Klimaerwärmung sind nicht nur die medialen Schlagworte dazu. Der Kontext im Ganzen stellt uns, gemeinsam mit den großen sozialen Umwälzungen der Gegenwart, vor ein grundsätzliches, alle angehendes und globales Existenzproblem. Längst ist die Kunst der Gegenwart dabei, sich ästhetisch, visuell und ganz handfest an damit verbundenen Fragestellungen zu beteiligen und sie in starke, selbst Fragen stellende Bilder zu fassen.

Dabei geht es nie um bildmächtige Verklärung oder nur Betroffenheit formulierende Weltbetrachtungen als vielmehr um einen kritischen Reflex aus künstlerischer Sicht, auf den die 1987 getroffene Feststellung des jüdischen Philosophen Hans Jonas (1903–1993) in prägnanter Weise zutrifft: "Wir sind der Natur gefährlicher geworden, als sie uns jemals war. Am gefährlichsten sind wir uns selbst geworden, und das durch die bewundernswertesten Leistungen menschlicher Dingbeherrschung. Wir sind die Gefahr, von der wir jetzt umrungen sind – mit der wir hinfort ringen müssen.“

10 internationale Künstlerinnen und Künstler stellen in der Ausstellung Fragen zum Zustand der Welt: 

Olaf Otto Becker (DE)
Barbara Ciurej & Lindsay Lochman (USA)
Anja Güthoff (DE)
Edgar Honetschläger (AUT)
Magdalena Jetelová (CZE)
Andrea Motta (BRA)
Elham Rokni (ISR)
Saba Sitton (USA)
Charles Xelot (FRA) 

Begleitende temporäre Präsenz: Büro für Nachhaltigkeit (DE). 
Kurator: Thomas Elsen



Core of the exhibition is a widespread experience that becomes more and more intense every day – namely, to what extent our planet earth is not only endangered by man-made perils, but willfully destroyed. Pollution of air and waters, excessive amounts of waste and carbon emissions, as well as the resulting global warming – all this is more than just media catchphrases. It is – together with today’s massive social transformations – a global and existential threat concerning each and every one.

Esthetically, visually, and also very practically, contemporary art is already engaged with such issues, translating them into powerful and challenging images. But it does not content itself with romanticizing pictures nor the display of consternation at the state of the world. Rather, it is critique from an artistic standpoint, for which the 1987 observation of the Jewish philosopher Hans Jonas (1903–1993) holds true: “We’ve become far more dangerous to nature than it ever was to us. But what we threaten most of all is ourselves – and this through our most extraordinary achievements in controlling the material world. We are the danger that now surrounds us – and it is with this danger that we must henceforth struggle.”

10 international artists question the state of the world:

Olaf Otto Becker (GER)
Barbara Ciurej & Lindsay Lochman (USA)
Anja Güthoff (GER)
Edgar Honetschläger (AUT)
Magdalena Jetelová (CZE)
Andrea Motta (BRA)
Elham Rokni (ISR)
Saba Sitton (USA)
Charles Xelot (FRA)

Accompanying temporary presence: Büro für Nachhaltigkeit (GER). 
Curator: Thomas Elsen