Die Modellkammer im Maximilianmuseum © Susanna Friedla /KMA

Elias Holl (1573–1646)

16.06.–17.09.2023 im Maximilianmuseum

Elias Holl zählt zu den bedeutendsten deutschen Architekten des 17. Jahrhunderts. Mit seinem Namen verbindet sich die durchgreifende Umgestaltung Augsburgs. In der Zeitspanne von nur einem Menschenleben geschaffen, prägen Holls Bauten als ein unverwechselbares historisches Erbe bis heute Augsburgs Stadtgestalt. Sie kann als sein Werk gelten.

Anlässlich des 450. Geburtstags Holls, der von 1602 bis 1630 und von 1632 bis 1635 als Stadtwerkmeister tätig war, sollen 2023 sein Schaffen und seine Zeit in einer Ausstellung beleuchtet werden. Nach den Ausstellungen von 1946 (300. Todestag, Schaezlerpalais), 1973 (400. Geburtstag, Holbeinhaus) und 1985 (Rathaus, Goldener Saal und zwei Fürstenzimmer) handelt es sich nunmehr um die vierte, nun im Maximilianmuseum ausgerichtete Ausstellung der Stadt zu Ehren ihres einstigen Werkmeisters. Holls Leben und Werk fallen in eine Phase einer einzigartigen Blüte von Kunst und Wissenschaft in Augsburg. Die Reichsstadt war damals in Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft eine der bedeutendsten Metropolen Mitteleuropas. Groß war der Stolz auf eine bis in die Antike zurückreichende Geschichte und auf die – davon war man überzeugt – daraus resultierende herausgehobene Stellung der Reichsstadt im „Heiligen Römischen Reich“. Holls Leben selbst spiegelt die außergewöhnliche Blüte der Reichsstadt wider – wie auch ihren Niedergang in den großen politischen und religiösen Umbrüchen des 30jährigen Krieges.

Mit zahlreichen bedeutenden Exponaten – Architekturmodellen, Plänen, Zeichnungen, Druckgrafik, Kunsthandwerk und Gemälden – zeichnet die Ausstellung ein facettenreiches Bild von Augsburgs berühmtem Baumeister und seiner Epoche.