Philipp Veit, zugeschrieben, Musikstunde © Kunstsammlungen & Museen Augsburg Foto: Andreas Brücklmair

Konzerte

Im zauberhaften Ambiente des Rokoko-Festsaals im Schaezlerpalais und im Viermetzhof sowie Felicitas-Saal des Maximilianmuseums finden von Mai bis November Konzerte statt. Umrahmt von musikalischen Klängen lässt sich das Ambiente der Locations besonders genießen. 

Kartenvorverkauf und Reservierung:
Um die jeweils aktuellen Bestimmungen zur Corona-Lage zu berücksichtigen, startet der Vorverkauf jeweils erst kurz vor dem jeweiligen Konzert. Reservierungen sind für die Konzerte im Schaezlerpalais an der Museumskasse des Schaezlerpalais unter T (08 21) 324-4118 und für die Konzerte im Maximilianmuseum an der Museumskasse des Maximilianmuseums T (08 21) 324-4167 möglich (Di–So 10–17 Uhr).

Bitte beachten Sie:
Aufgrund der aktuellen Lage der Corona-Pandemie sind die Plätze beschränkt. Zudem kann es zu terminlichen Verschiebungen kommen. Zur besseren Nachverfolgbarkeit werden die Plätze personalisiert und den jeweiligen Gästen direkt zugeordnet. 


Hören und sehen Sie hier etwa die Klänge von Progetto ´600 um Musikerin Iris Lichtinger, aufgenommen im barocken Flair des Festsaals im Schaezlerpalais. In Szene gesetzt wurden die Musiker und Musikerinnen von Videokünstlerin Stefanie Sixt.


Sonntag, 22. August 2021, 17 und 19 Uhr
Rokoko-Festsaal im Schaezlerpalais

Aus der Not eine Tugend –
Werke von W.A. Mozart, B. Carr, J. Kuhnau u.a.

Stephanie Knauer – Pianoforte

Musik kann trösten, lindern, vielleicht sogar heilen. Die gespielten Werke aus dem 18. Jahrhundert – u.a. von W.A. Mozart – wurden komponiert, um Erlebtes zu schildern oder zu verarbeiten, sollen aber auch aufrichten und erfreuen. Gespielt wird auf dem Neupert-Pianoforte, einem Nachbau nach historischem Vorbild.  

Tickets: 25 Euro (18 Euro ermäßigt)

Mit freundlicher Unterstützung


Samstag, 28. August 2021, 19 Uhr
Sonntag, 29. August 2021, 17 Uhr
Rokoko-Festsaal im Schaezlerpalais

Hammer –
Alte und Neue Musik für Hammerflügel 

Wolfram Oettl – Hammerflügel

Neue Klaviermusik, komponiert für das wiederentdeckte „historische“ Instrument Hammerklavier, tritt in den Dialog mit Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts. 

Frank Agsteribbe (Antwerpen) blickt in den „Nano Variations“ zurück auf J. S. Bach, Markus Schmitt (Augsburg) in seinen „Tre sonate galanti“ auf D. Scarlatti und C. Ph. E. Bach. Bernhard Lang (Wien) verarbeitet in seinem Werk „Hammer“ Material aus der „Hammerklaviersonate“ von Beethoven. 

Tickets: 26 Euro (18 ermäßigt)

Veranstalter: fama - Forum Alte Musik e.V., Bestandteil der Konzertreihe "Fugger Konzerte 2021"

Wolfram Oettl

Sonntag, 5. September 2021, 17 und 19 Uhr
Rokoko-Festsaal im Schaezlerpalais

Antonio Vivaldi 
Kammerkantaten und Sonaten aus Venedig

Susanne Simenec – Sopran
Michail Uryvaev – Barockcello
Georg Staudacher – Cembalo

Virtuose Bravour, Melodienreichtum und Dramatik – Vivaldis Kantaten für Sopran und Basso continuo vereinen die mitreißenden Affekte der Opernbühne mit dem Raffinement intimer Kammermusik.

Die Sopranistin Susanne Simenec, der Cembalist Georg Staudacher und der Barockcellist Michail Uryvaev lassen alle Leidenschaften aufblitzen, für die diese großartige Musik des italienischen Hochbarock so berühmt ist. Außerdem erklingen im Konzert ausgewählte Instrumentalwerke des Komponisten u.a. eine Cellosonate.

Vivaldi prägte im hohem Maße das musikalische Leben seiner Heimatstadt. Die wöchentlichen Konzerte in den "Ospedali" genannten Waisenhäuser gehörten zu den Attraktionen des venezianischen Musiklebens. Das größte und berühmteste war das "Pio Ospedale della Pietà". Dort war Vivaldi Violin- und Bratschenlehrer und veranstaltete regelmäßig Konzerte auf höchstem Niveau. Reisende aus allen Ländern, die sich vor allem in der Karnevalszeit in Europas Touristenstadt tummelten, strömten neben den Bürgern Venedigs in die Konzerte und priesen die Qualität der Aufführungen.

Tickets: 25 Euro (18 Euro ermäßigt)

Susanne Simenec
Michael Uryvaev
Georg Staudacher

Samstag, 11. September 2021, 17 und 19 Uhr (Konzert Teil I)
Rokoko-Festsaal im Schaezlerpalais

Johann Sebastian Bach –
Sonaten und Partiten für Violine solo 

Michail Uryvaev – Cello

Die um 1720 in Köthen entstandenen Sonaten und Partiten für Violine Solo von Johann Sebastian Bach sind ein Höhepunkt der Literatur für Violine Solo und stellen enorme Anforderungen an seine Interpreten.

Bach behandelt hier die Geige – ein Melodieinstrument – wie ein Harmonieinstrument. Die Mehrstimmigkeit dieser Kompositionen, die Fülle der Akkorde und Doppelgriffe sind auf einer Geige eine hohe Herausforderung - und wird nur selten von ganz wenigen Cello-Idealisten angeboten.

Der Barockcellist Michail Uryvaev, dessen ausgesuchte Programme in Augsburg des Öfteren zu hören sind, spielt diesen Zyklus in 2 Teilen: am 11. und am 12. September 2021 jeweils um 17 und 19 Uhr.

Das Programm: 
Sonate I g-moll, BWV 1001, Partita III E-Dur, BWV 1006, Sonate II a-moll, BWV 1003

Tickets: 25 Euro (18 Euro ermäßigt)


Sonntag, 12. September 2021, 17 und 19 Uhr (Konzert Teil II)
Rokoko-Festsaal im Schaezlerpalais

Johann Sebastian Bach –
Sonaten und Partiten für Violine solo 

Michail Uryvaev – Cello

Die um 1720 in Köthen entstandenen Sonaten und Partiten für Violine Solo von Johann Sebastian Bach sind ein Höhepunkt der Literatur für Violine Solo und stellen enorme Anforderungen an seine Interpreten. Bach behandelt hier die Geige – ein Melodieinstrument -wie ein Harmonieinstrument. Die Mehrstimmigkeit dieser Kompositionen, die Fülle der Akkorde und Doppelgriffe sind auf einer Geige eine hohe Herausforderung – und wird nur selten von ganz wenigen Cello-Idealisten angeboten.

Der Barockcellist Michail Uryvaev, dessen ausgesuchte Programme in Augsburg des Öfteren zu hören sind, spielte einen Teil des Zyklus bereits am 11. September 2021. Am 12. September 2021 hören Sie den Zweiten. 

Das Programm:
Partita I h-moll, BWV 1002, Sonate III C-Dur, BWV 1005, Partita II d-moll, BWV 1004

Tickets: 25 Euro (18 Euro ermäßigt)


Sonntag, 12. September 2021, 11 Uhr
Viermetzhof im Maximilianmuseum

Die schöne Welserin – so wurde sie genannt 

Dr. Christina von Berlin – Thematische Einführung
Karin Kurzendörfer – Gesang
Siegfried Bartos – Gitarre

Philippine war eine Nichte von Bartholomäus V. Welser und sie war nicht nur schön, sondern auch sehr klug und zeigte großes Interesse am Kaufmännischen und Naturwissenschaftlichen.

Im Rahmen dieses Konzerts erfahren die Gäste wie und wo sie Erzherzog Ferdinand II. von Tirol kennenlernte und wie diese, für damalige Verhältnisse nicht standesgemäße Beziehung, in der Gesellschaft aufgenommen wurde. Das Konzert erzählt von den Schwierigkeiten dieser Verbindung und vom späteren Leben auf Schloss Ambras bei Innsbruck.

Auf Schloss Ambras feierte man rauschende Feste und so erfahren die Gäste auch etwas über die Ess- und Trinkgewohnheiten und die Tischsitten der damaligen Zeit. Dazu erklingen Liebes- und Trinklieder aus dem 16. Jahrhundert.

Tickets: 12 Euro (10 Euro ermäßigt)


Samstag, 18. September 2021, 18 und 20 Uhr
Rokoko-Festsaal im Schaezlerpalais

Revival der Blaustrümpfe

Ljiljana Winkler – Sopran
Angelika Löw-Beer – Violine
Johanna Regenbogen – Viola
Stephanie Knauer – Pianoforte
Kozue Sato - Traversflöte

Als Blaustrumpf wurden im 18. und 19. Jahrhundert gebildete Frauen bezeichnet, die lieber lasen als strickten. Manche von ihnen komponierten zudem noch hervorragend. Das 2021 gegründete, vom Deutschen Musikrat geförderte "Blaustrumpf Projekt", bestehend aus den Augsburger Musikerinnen Ljiljana Winkler, Angelika Löw-Beer und Stephanie Knauer, möchte dem Augsburger Publikum einige dieser hörenswerten Werke von Komponistinnen des 18. Jahrhunderts vorstellen.

Tickets: 25 Euro (18 Euro ermäßigt)


Samstag, 25. September 2021, 19.30 und 21 Uhr
Viermetzhof im Maximilianmuseum

Timeless... wenn das Maß der Zeit zerrinnt

Progetto 600 mit:
Iris Lichtinger – vocals & flauto dolce
Martin Franke – violin
Sebastian Hausl – vibraphone & percussion
Edward King – cello

„Die Zeit steht still – Time stands still“ lautet der Titel eines der berühmtesten Lieder von John Dowland aus seinem „Third and last book of Songs and Ayres“ (1603) und ist Inspiration für das neue Programm von Progetto 600. In den archaischen Momenten der Verwandlung wie der Liebe und dem Tod, in denen die Zeit still stehen zu scheint und das Maß der Zeit zerrinnt, liegt oftmals das intensivste menschliche Erleben.

Dieser Atmosphäre spürt Progetto 600 auf ernste aber auch spielerische Weise in musikalischen Mixturen zwischen den Zeiten – dem Barock und der Moderne – und unmerklichen Stilübergängen zwischen der Hochkultur des 17. Jahrhunderts und der Populärkultur des Jazz und Pop des 21. Jahrhunderts mit Nonchalance und Geschmeidigkeit nach.

Tickets: 26 Euro (18 Euro ermäßigt)

Veranstalter: fama - Forum Alte Musik e.V., Bestandteil der Konzertreihe "Fugger Konzerte 2021"

Iris Lichtinger
Martin Franke
Sebastian Hausl
Edward King

Samstag, 6. November 2021, 18.30 Uhr
Felicitas-Saal im Maximilianmuseum

Alte Musik Plus:
Ein Augsburger Hans Sachs des 16. Jahrhunderts

Per-Sonat: 
Baptiste Romain – Fidel
Marc Lewon – Tenor und Laute
Sabine Lutzenberger – Gesang und Leitung
Prof. Dr. Klaus Wolf – Moderation

Jonas Losch wurde um 1560 geboren und war ein junger Mann, als ihm in Augsburg der Prozess gemacht wurde, da er sich mit seinen Spottliedern gegen die Amtsgewalt der Stadt auflehnte. Seine Liedersammlungen wurden beschlagnahmt und er selbst in Untersuchungshaft genommen. Nach Verhören und Folter wurde er nach zweimonatiger Untersuchungshaft entlassen und aus der Stadt verbannt.

Jonas Losch steht ganz in der Tradition eines Handwerkers des 16. Jahrhunderts, der neben seinem Brotberuf in der freien Reichsstadt Augsburg als Sänger und Dichter auftrat. Als Weber gehörte er der untersten Steuerklasse an und galt als Habnit. Um überleben zu können, verdiente er sich als Hochzeitssänger etwas dazu und gab seine Lieder im Tanzhaus, auf privaten Festen der Oberschicht wie etwa der Fugger oder auf dem Marktplatz zum Besten. Wie die Meistersinger dichtete und komponierte er nach dem Vorbild der Spruchdichter des Mittelalters.

Tickets: 26 Euro (18 Euro ermäßigt)

Konzert zur Ausstellung: „Stiften gehen! Wie man aus Not eine Tugend macht“

Veranstalter: fama - Forum Alte Musik e.V., Bestandteil der Konzertreihe "Fugger Konzerte 2021"


Samstag, 20. November 2021, 17 und 19 Uhr
Felicitas-Saal im Maximilianmuseum

In Lectulo per Noctes –
Musik von Heinrich Schütz, Francesco Cavalli, Anna Maria Fogliani, Hans Leo Hassler u. a.

Robert Crowe – Sopran
Andreas Pehl – Alt

Ensemble Dulcisonantes:
Markus Bartholomé – Blockflöte und Tenordulcian
Wolfgang Zahn – Tenordulcian
Angelika Radowitz – Bassdulcian
Michael Eberth – Orgel und Leitung

Vertonungen lateinischer Texte aus dem Alten Testament und deutscher, protestantischer Texte bilden nur die Eckpfeiler eines breiten, zum Teil beinahe ökumenisch anmutenden Repertoires aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und zeigen auch hier, dass dieser erste verheerende „Welt-Krieg“ auf deutschem Boden, der zwar als Glaubenskrieg initiiert aber letztlich in hohem Maße als Krieg vieler einzelner machtpolitischer und wirtschaftlicher Interessen angeheizt und am Brennen gehalten wurde, das Herz und die Emotionen der Menschen nicht zerstören konnte.

Tickets: 26 Euro (18 Euro ermäßigt)

Veranstalter: fama - Forum Alte Musik e.V., Bestandteil der Konzertreihe "Fugger Konzerte 2021"