Anton Graff, Johanna Jakobina Magdalena Freifrau von Pfister © Kunstsammlungen & Museen Augsburg
Johann Amandus Winck, Früchtestillleben mit Distelfink und Admiralsfalter © Kunstsammlungen & Museen Augsburg
Barthel Beham, Junge Dame bei der Toilette © Kunstsammlungen & Museen Augsburg
Johann Rottenhammer, Mars und Venus © Kunstsammlungen und Museen Augsburg
Johann Wolfgang Baumgartner, Paris mit der Seine © Kunstsammlungen & Museen Augsburg
Franz Joseph Degle, Maria Joseph Victoria Magdalena von Obwexer © Kunstsammlungen & Museen Augsburg
Johann Evangelist Holzer, Die Heiligen des Benediktinerordens © Kunstsammlungen & Museen Augsburg
Pierre Gaudreau, Liebespaar © Kunstsammlungen & Museen Augsburg

Sammlung online

Kunst und Kultur zu jeder Zeit und an jedem Ort genießen - das geht mit unserer Sammlung online. Objekte aus unseren Museen lassen sich in guter Auflösung bis ins Detail betrachten. Erläuternde Texte ergänzen die Kunstwerke. Die Sammlung online wird immer wieder ergänzt!

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Die Entkleidung Christi
Hans von Aachen lebte nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Italien zehn Jahre lang in Süddeutschland, bevor er als Hofmaler Rudolfs II. nach Prag übersiedelte. In den frühen 1590er Jahren arbeitete er überwiegend in Augsburg. Das Gemälde steht im Zusammenhang mit der Bildausstattung des Oratoriums für Herzog Wilhelm V. in der Jesuitenkirche St. Michael in München (zerstört 1944).
Stillleben mit Totenkopf
Johann Adalbert Angermeyer malte ausschließlich kleinformatige Kabinett-Stillleben – meist mit Naturmotiven, seltener, wie hier, mit Sinnbildern der Vergänglichkeit: Die erloschene Lampe, die Utensilien zum Blasen von Seifenblasen und das aufgeschlagene Buch mit erbaulichen, teils biblischen Texten erinnern an die Nichtigkeit alles Weltlichen (Vanitas) und ermahnen zu dessen Überwindung.
Friedrich der Große
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Johann Esaias Nilson (Augsburg 1721– 1788 Augsburg), nach einem Gemälde von Antoine Pesne (1683–1757).
Abraham opfert Isaak
Die Ölskizze war Teil einer Serie mit Szenen aus der Geschichte Abrahams (Gen 12–25) und diente als Vorlage für ein Schabkunstblatt. Dargestellt ist die Opferung Isaaks: Abraham hebt bereits das Messer, um seinen Sohn zu opfern, doch ein Engel gebietet ihm Einhalt. Das dramatische Geschehen wird durch die pyramidale Komposition und die effektvolle Lichtführung betont.
Allegorie des Erdteils Afrika
Das Gemälde gehört mit den Inv. Nrn. 6161 und 10022 zu insgesamt drei Ölskizzen, die Teil einer Serie von Allegorien der „Vier Erdteile“ waren. Während die Darstellung Europas verschollen ist, spielte Australien in der damaligen europäischen Bilderwelt noch keine Rolle. Jedem Erdteil sind eine Personifikation und diverse Attribute zugeordnet. Die rahmenden Rocaille-Ornamente verweisen auf die Funktion der Skizzen als Vorlagen für Druckgrafiken.
Allegorie des Erdteils Amerika
Das Gemälde gehört mit den Inv. Nrn. 6160 und 10022 zu insgesamt drei Ölskizzen, die Teil einer Serie von Allegorien der „Vier Erdteile“ waren. Während die Darstellung Europas verschollen ist, spielte Australien in der damaligen europäischen Bilderwelt noch keine Rolle. Jedem Erdteil sind eine Personifikation und diverse Attribute zugeordnet. Die rahmenden Rocaille-Ornamente verweisen auf die Funktion der Skizzen als Vorlagen für Druckgrafiken.
Allegorie des Erdteils Asien
Das Gemälde gehört mit den Inv. Nrn. 6160 und 6161 zu insgesamt drei Ölskizzen, die Teil einer Serie von Allegorien der „Vier Erdteile“ waren. Während die Darstellung Europas verschollen ist, spielte Australien in der damaligen europäischen Bilderwelt noch keine Rolle. Jedem Erdteil sind eine Personifikation und diverse Attribute zugeordnet. Die rahmenden Rocaille-Ornamente verweisen auf die Funktion der Skizzen als Vorlagen für Druckgrafiken.
Der Abschied des verlorenen Sohnes
Das Lukasevangelium (Lk 15,11–32) schildert das Gleichnis vom verlorenen Sohn, der sein Erbe von seinem Vater fordert, in die Welt hinauszieht und das Geld verprasst. Als Bettler kehrt er schließlich nach Hause zurück, wo ihn der Vater aus Freude über die unerwartete Rückkehr mit einem großen Festmahl empfängt. Das Gemälde war Teil einer Serie, die als Entwurf für Schabkunstblätter diente.
Die Berufung des Apostels Petrus
Das Gemälde zeigt die Berufung der ersten Apostel durch Christus am Ufer des Sees Genezareth. Die Figur des Petrus wird durch die Lichtführung und den oben schwebenden Putto mit den päpstlichen Insignien hervorgehoben. Die ornamentale Anordnung der Apostel-Attribute am rechten Bildrand, der Wassergottheiten und Fischerei-Gerätschaften weisen auf eine Funktion des Bildes als Grafikvorlage hin.
Die Beschneidung Isaaks
Baumgartner schuf zahlreiche farbige Ölskizzen als Vorlagen für druckgrafische Serien. Das vorliegende Gemälde war Teil einer Serie mit Szenen aus der Geschichte Abrahams (Gen 12–25). Es zeigt die von Gott als Zeichen des Bundes mit den Israeliten geforderte Beschneidung männlicher Kinder. Abraham vollzieht dieses Ritual an seinem Sohn Isaak in einer prunkvollen Architekturkulisse.
Dorfidylle in Flandern
Als Vorlage diente eine Radierung von Wenceslaus Hollar (Prag 1607–1677 London), nach einer Vorlage von Jan van de Velde II (1593– 1641).
Hafen von Neapel mit Castel Sant’Elmo
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Melchior Küsel (Augsburg 1626–1683 Augsburg), nach einer Zeichnung von Johann Wilhelm Baur (1607–1642).
Hagar und Ismael in der Wüste
Die Ölskizze stellt eine Szene aus dem Leben Abrahams (Gen 12–25) dar: Sie zeigt die Magd Hagar, mit der Abraham Ismael zeugte, da seine Frau Sara unfruchtbar war. Nachdem Sara doch noch ein eigenes Kind (Isaak) bekam, duldete sie Hagar und Ismael nicht mehr und verstieß sie. Als die beiden nach ihrer Verbannung in der Wüste zu verdursten drohten, wies ihnen ein Engel den Weg zu einer Quelle.
Heiliger Mauritius
Die Ölskizze ist der Entwurf zu einem in Kupfer gestochenen Kalenderblatt für die Reihe „Tägliche Erbauung eines wahren Christen“, die von Johann Matthias Steidlin (1717–1754) 1753/55 in Augsburg herausgegeben wurde. Das Bild für den 22. September ist den Märtyrern der christlichen Thebäischen Legion und ihrem Anführer, dem heiligen Mauritius (rechts, mit rotem Mantel und Schild), gewidmet.
Palazzo Reale zu Neapel
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Melchior Küsel (Augsburg 1626– 1683 Augsburg), nach einer Vorlage von Johann Wilhelm Baur (1607–1642).
Paris mit der Seine – Ansicht des Pont Neuf mit reicher Figurenstaffage
Johann Wolfgang Baumgartner schuf neben Ölgemälden und Ölskizzen auch eine Reihe von Hinterglasbildern in aufwendiger Farbradierungstechnik. Die vorliegende Stadtansicht von Paris stellt – zusammen mit ihrem Pendant, das die gleiche Ansicht aus entgegengesetzter Richtung zeigt (Inv. Nr. L 2001/78) – ein besonders großformatiges Beispiel dieser Werke dar.
Paris mit der Seine – Aussicht vom Pont Rouge in Richtung Pont Neuf
Johann Wolfgang Baumgartner schuf neben Ölgemälden und Ölskizzen auch eine Reihe von Hinterglasbildern in aufwendiger Farbradierungstechnik. Die vorliegende Stadtansicht von Paris stellt – zusammen mit ihrem Pendant, das die gleiche Ansicht aus entgegengesetzter Richtung zeigt (Inv. Nr. L 2001/79) – ein besonders großformatiges Beispiel dieser Werke dar.
Piazzetta zu Venedig I
Gegenstück zu Kat. 11
Als Vorlage diente ein Schabkunstblatt von Bernhard Vogel (Nürnberg 1683–1737 Augsburg), nach einem Gemälde von Johan (gen. Giovanni) Richter (1665–1745).
Piazzetta zu Venedig II
Gegenstück zu Kat. 10
Als Vorlage diente ein Schabkunstblatt von Bernhard Vogel (Nürnberg 1683–1737 Augsburg), nach einem Gemälde von Johan (gen. Giovanni) Richter (1665–1745).
Junge Dame bei der Toilette
Barthel Beham war ab 1527 Hofmaler Herzog Wilhelms IV. von Bayern und vor allem als Porträtist gefragt. Seine Darstellung einer jungen, sich frisierenden Dame geht zurück auf ein Motiv Tizians und ist ein Zeugnis der Italien-Rezeption deutscher Künstler im 16. Jahrhundert. Die Darstellung gilt als Allegorie der Eitelkeit und verweist somit indirekt auf die Vergänglichkeit des Seins.
Landschaft mit der Flucht nach Ägypten
Franz Joachim Beich gehörte zu den bedeutendsten Landschaftsmalern des deutschen Spätbarock. Wie viele seiner Zeitgenossen griff er auf Prinzipien der Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts zurück und passte diese dem Zeitgeschmack an. Typisch für sein Spätwerk sind Landschaften mit biblischer Staffage, die häufig als Bildpaare konzipiert sind – wie dieses Gemälde und sein Gegenstück (Inv. Nr. 6389).
Landschaft mit Gang nach Emmaus
Landschaften mit biblischer Staffage dominierten Beichs Schaffen ab den späten 1720er Jahren. Damals war der Maler für ein adeliges und bürgerliches Publikum sowie für Klöster tätig. Meist wurden ganze Gemäldeserien oder Pendants in Auftrag gegeben. Auch zu diesem Bild existiert ein Gegenstück (Inv. Nr. 6389), das eine weite Landschaft mit der Heiligen Familie auf der Flucht nach Ägypten zeigt.
Gesellschaft am Seehafen
Mittels Lichtführung und Farbakzentuierung wird der Blick vom rechten Vordergrund diagonal in das lebendige Treiben eines mit antiken Ruinen und einem Schalenbrunnen südlich anmutenden Hafens geleitet. Motivquelle dürften u. a. die Bilder der „Bamboccianti“, der in Rom tätigen ausländischen Maler volkstümlicher Szenen, gewesen sein. Eine Italienreise Berchems ist für die 1640er Jahre belegt.
Stillleben mit Getränketablett und großer Goldkaraffe
Das überaus fein und detailreich ausgearbeitete Stillleben zeigt auf der goldenen Karaffe das Wappen der Grafen von Lamberg sowie am Fuß der Konfektschale das derer von Sprinzenstein. Leopold Joseph von Lamberg, kaiserlicher Botschafter am päpstlichen Hof, bestellte es 1704 bei Berentz wohl anlässlich des 25-jährigen Jubiläums seiner Hochzeit mit Katharina Elenora von Sprinzenstein.
Stillleben mit Relief der Ara Pacis Augustae
Dargestellt ist ein Blick in den Garten der Villa Medici auf dem Monte Pincio in Rom. Das Relief-Fragment stammt von dem zu Ehren von Kaiser Augustus zwischen 13 und 9 v. Chr. errichteten Friedensaltar („Ara Pacis Augustae“). Die Komponenten der Girlande – Trauben, Kernobst und Blumen – wiederholen sich im Arrangement davor, wodurch ein Bezug zwischen Vergangenheit und Gegenwart hergestellt wird.
Bathseba im Bade
Im Alten Testament wird geschildert, wie König David die schöne Bathseba beim Baden beobachtet. Das biblische Thema erfreute sich in der Malerei großer Beliebtheit, bot es doch den Anlass der Darstellung eines sinnlichen Frauenaktes. Das Gemälde des katholischen Akademiedirektors Bergmüller erinnert an themengleiche italienische Bilder, wie sie z.B. von Sebastiano Ricci (1659–1734) bekannt sind.
Bildnis einer Dame mit Eichhörnchen
Das Gemälde zeigt eine elegante, distanziert wirkende Dame mit kostbarem Schmuck, Brokatgewand und einem Eichhörnchen als Schoßtier. Die Hintergrundarchitektur weist Nähe zu Christoph Ambergers Bildnis Konrad Peutingers (1543) auf sowie zu einem als „Bildnis einer Dame aus der Familie Fugger“ bekannten ähnlichen Porträt, das Bordone wohl während eines Aufenthalts in Augsburg um 1540 schuf.
Vertumnus und Pomona
Die Darstellung schildert eine Szene aus den „Metamorphosen“ Ovids: Vertumnus, der Gott des Wandels und der Jahreszeiten, begehrte Pomona, die Göttin der Früchte tragenden Bäume und Gärten. Um Pomona zu überreden, seine Frau zu werden, näherte sich Vertumnus ihr in Gestalt einer alten Frau. Der Maler verdeutlicht diese Begebenheit, in dem er Vertumnus besitzergreifend Pomonas Arm berühren lässt.
Venus und Adonis
Nach einer Erzählung aus den „Metamorphosen“ von Ovid versuchte die Göttin Venus vergeblich, ihren Geliebten Adonis von der Jagd abzuhalten, während der er von einem wilden Eber getötet wurde. Mit der Rückenfigur der Venus, die Adonis gegenübersitzt, greift Veronese auf die 1553/54 entstandene Darstellung desselben Themas von Tizian (Museo del Prado, Madrid) für Philipp II. von Spanien zurück.
Teilansicht der Piazza San Marco
Das Gemälde gehörte bis 1930 mit drei weiteren Venedig-Veduten zur Ausstattung des Landsitzes Farnborough Hall. Dessen Besitzer William Holbech erwarb die Serie in Italien bei dem befreundeten Canaletto. Die in der Realität nicht existierende Ansicht über die Piazzetta hin zur Biblioteca Marciana, zu den Prokuratien und dem Campanile wurde von zwei verschiedenen Standpunkten aus konstruiert.
Die Einsetzung des Abendmahls
Carlo Innocenzo Carlone stammte aus einer über mehrere Jahrhunderte bestehenden Künstlerfamilie. Nach seiner Ausbildung bei Giulio Quaglio (1668–1751) und Francesco Trevisani (1656–1746) war er ab dem Jahr 1710 als Wanderkünstler im deutschsprachigen Raum tätig. Bei seinem Bozzetto handelt es sich um das ausführungsgetreue Kontraktmodell für das Hochaltarblatt der Hofkapelle in Ludwigsburg.
Stillleben mit Brot und Früchten
Das Gemälde steht in der Tradition kleinformatiger niederländischer Frühstücksstillleben, wie sie im frühen 17. Jahrhundert aufkamen. Die gleiche Signatur findet sich auf einer 1672 datierten Blumenkartusche (zuletzt dänischer Privatbesitz). Sie ist vielleicht zu identifizieren mit dem Maler Conrad Frandsen, der möglicherweise aus den Niederlanden stammte und am dänischen Königshof tätig war.
Nähende Muttergottes
Der süditalienische Maler Francesco Cozza lernte sein Handwerk bei Domenichino (1581–1641) in Rom. Seine Darstellung der nähenden Muttergottes ist eine womöglich unter Werkstattbeteiligung entstandene Wiederholung eines Motivs, das Cozza bereits zweimal zuvor gemalt hatte: für die Kirche San Bernardino in Molfetta/Apulien (heute verschollen) und für das Ospedale di Santo Spirito in Sassia in Rom.
Kurfürst Friedrich III. von Sachsen (1463–1525)
Lucas Cranach ließ sich 1505 als Hofmaler der Kurfürsten von Sachsen in Wittenberg nieder. Eng befreundet mit Martin Luther, wurde er ab 1517 zum Begründer der protestantischen Ikonografie. Das Bildnis zeigt Friedrich III., Dienstherr Cranachs und Gönner Luthers, mit seinen von anderen Porträts bekannten charakteristischen Gesichtszügen. Er trägt eine Drahthaube und die pelzverbrämte Schaube.
Benedikt Adam Liebert, Edler von Liebenhofen (1730–1810)
Das Gemälde zeigt den Bauherrn des Schaezlerpalais. Auf seiner Brust trägt er ein in Brillanten gefasstes Porträt der Kaiserin Maria Theresia. Aus Lieberts persönlichen Aufzeichnungen geht hervor, dass er dieses von deren Tochter, der Erzherzogin Maria Antonia, erhielt, die 1770 während ihrer Brautreise an den Hof von Versailles im Schaezlerpalais zu Gast war.
Catharina Barbara Liebert, Edle von Liebenhofen, geb. Laire (1740–1820)
Das Porträt zeigt die Ehefrau von Benedikt Adam Liebert, eine geborene Laire. Anders als ihre Schwiegermutter (Inv. Nr. 12172) trägt sie keine traditionelle Augsburger Tracht, sondern ein modisches Kleid unter einem roten, pelzverbrämten Mantel („Paletot“).
Maria Josepha Victoria Magdalena von Obwexer (1724–nach 1778)
Die Porträtierte war die Frau des Augsburger Kaufmanns Peter Paul von Obwexer. Kaffeekanne und -tasse sind ein Hinweis auf dessen Tätigkeit als Importeur amerikanischer Kolonialwaren. Die Kleidung der Dargestellten entspricht weitgehend jener auf dem Porträt Catharina Barbara Lieberts (Inv. Nr. 12169) – ein Hinweis darauf, dass beide Gemälde zum Teil vorgefertigt und später individuell angepasst wurden.
Selbstbildnis
Das Selbstbildnis zeigt den Porträtmaler im Alter von 54 Jahren. Er spielt auf einer Knickhalslaute, vor ihm liegt eine Palette mit Pinseln. Auf einer Staffelei im Hintergrund steht das Porträt seines Freundes, des Malers Joseph Christ, der sich zu diesem Zeitpunkt in Russland aufhielt. 1767 bis 1770 hatte dieser zusammen mit zwei Gehilfen die Supraporten für das Schaezlerpalais geschaffen.
Johann Adam Liebert, Edler von Liebenhofen (1697–1766)
Johann Adam Liebert, ein aus Biberach an der Riß stammender Juwelier und Silberhändler, war der Vater von Benedikt Adam Liebert (Inv. Nr. 12168), dem Bauherrn des Schaezlerpalais.
Johann Martin Will (1727–1806)
Der aus Kempten stammende Johann Martin Will gründete 1755 einen v. a. für seine Landkartenproduktion bekannten Kupferstichverlag. Das Porträt zeigt Will in der Uniform eines Fouriers der Silbernen Cavallerie-Compagnie der Stadt Augsburg. Auf dem Plan vorne rechts ist wohl ein Versorgungs- oder Truppenlager abgebildet – ein Hinweis auf die Funktion Wills als für die Logistik zuständiger Offizier.
Maria Elisabeth Liebert, Edle von Liebenhofen, geb. Mayr (1702–1771)
Maria Elisabeth Liebert, geborene Mayr, war die Tochter einer alteingesessenen Bankiersfamilie und Ehefrau Johann Adam Lieberts (Inv. Nr. 12171). Auf diesem Bildnis trägt sie die für protestantische Augsburger Patrizierinnen typische Tracht mit der sogenannten „Augsburger Haube“.
Elias Landsberger
Der in Schweden als Sohn hugenottischer Einwanderer aufgewachsene George Desmarées gilt als einer der bedeutendsten Porträtmaler des deutschen Rokoko. Sein Porträt des kurbayerischen Hofkammerrats Elias Landsberger (1711–1784) ist typisch für das Spätwerk des Künstlers: Es vereint die für den Maler typische detailreiche Wiedergabe der Kleidung mit der ruhigen, einfachen Haltung des Dargestellten.
Porträt einer unbekannten Dame
Desmarées‘ Gemälde gehört zu einer Reihe von Damenporträts des Malers, die sich durch ihren bewegten und lebendigen Charakter im Stil des Rokoko auszeichnen. Ungewöhnlich ist die einfache Darstellung der Kleidung. Die Porträtierte zeigt gewisse Ähnlichkeiten zu einem Porträt von Desmarées‘ Frau Maria Barbara Schuhbauer, das der Künstler um 1735/40 malte (zuletzt Privatbesitz, München).
Johann Lorenz Freiherr von Schaezler (1762–1826)
Johann Lorenz von Schaezler wurde im Jahr 1762 in Ansbach als Sohn des Chirurgen Wilhelm Friedrich Schaezler geboren. 1791 trat er in das Bankhaus Benedikt Adam Lieberts ein und heiratete 1793 dessen Tochter Marianne Barbara (Inv. Nr. 2005/7). Sein repräsentatives Porträt zeigt ihn als weltläufigen Gentleman vor seinem Gartenhaus. Im Hintergrund ist das Rathaus der Stadt Augsburg zu sehen.
Marianne Barbara Freifrau von Schaezler, geb. Liebert (1768–1838)
Marianne Barbara, die Tochter von Benedikt Adam Liebert (Inv. Nr. 12168) und Frau Johann Lorenz von Schaezlers (Inv. Nr. 1992/7), trägt die typische Mode der Zeit um 1820. Ihr dunkelgrünes Samtkleid mit Spitzenbesatz, der cremefarbene Kaschmirschal und ihr kostbarer Schmuck verleihen ihrem Porträt einen offiziellen Charakter.
Ecce Homo
Der kurfürstlich-sächsische Hofmaler Dietrich beschäftigte sich in den 1750er Jahren intensiv mit biblischen Historien. Das Gemälde, das die Zurschaustellung Jesu mit Dornenkrone und Purpurmantel zeigt, war wahrscheinlich Teil eines Bilderzyklus zum Leben Christi und entstand wohl als Pendant zu einer Szene mit der Tempelpredigt (in Privatbesitz).
Schiffe im Hafen
Das Gemälde war einst dem Prager Genremalers Norbert Grund (1717–1761) zugeschrieben. Aufgrund ähnlicher Gemälde im Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig gilt die südeuropäisch anmutende Hafendarstellung jedoch mittlerweile als Werk des Dresdner Hofmalers Christian Wilhelm Ernst Dietrich. Dieser schuf zahlreiche solcher kleinformatigen idealen Landschaften.
Hl. Maria Magdalena
Das Gemälde zeigt die Heilige weniger in ihrer traditionellen Rolle als Büßerin, sondern legt den Fokus vielmehr auf die Eleganz und Sinnlichkeit der Darstellung. Details wie der Goldbrokat vorne links und das prächtige Salbgefäß tragen zu diesem Eindruck bei. Das Bild gilt als Werk Gerard Douffets, der sich von 1614 bis 1623 in Italien aufhielt und von der Kunst der Caravaggisten beeinflusst war.
Bildnis eines Herrn
Bereits mit 19 Jahren arbeitete van Dyck als unabhängiger und anerkannter Meister mit Peter Paul Rubens zusammen. Auf dessen Anraten hielt er sich 1621/27 zu Studienzwecken in Italien auf. Das Bildnis zeigt sich mit der ausdrucksstarken Mimik und Gestik durch die Apostelfiguren von Leonardo da Vincis „Abendmahl“, insbesondere aber durch Tizians Porträt des Kardinals Pietro Bembo beeinflusst.
Selbstbildnis mit Frau
Eichler hatte seine Frau Sabina Margarethe, hier zu sehen in Bayreuther Tracht, während seiner Tätigkeit als Universitätskupferstecher in Erlangen 1747 geheiratet. Die Angaben der Signatur sind lückenhaft und widersprüchlich: Als Entstehungsort wird wohl Augsburg genannt, wohin Eichler 1752 zurückkehrte. Den Altersangaben entsprechend müsste das Werk jedoch wenige Jahre vorher entstanden sein.
Selbstbildnis
Der Dargestellte war nach der Ausbildung bei Johann Heiss und einem Studienaufenthalt in Italien ab 1711 einer der gefragtesten Porträtmaler in Augsburg. Im Jahr 1742 wurde er sowohl zum kurpfälzischen Hofmaler als auch zum evangelischen Direktor der Augsburger Kunstakademie ernannt. Nach alter Überlieferung gehörte das Selbstporträt zur Raumausstattung dieser Institution.
Apollo und Coronis
Das zentrale Motiv dieser in der Malerei selten dargestellten Begebenheit ist die sterbende Coronis: Wütend über ihre Untreue hatte Gott Apollo seine schwangere Geliebte durch seine Schwester Artemis mit Pfeilen töten lassen. Während der reuige Apollo noch Heilkräuter sammelt, um Coronis zu retten, schüren Satyrn im Hintergrund bereits ein Feuer zur Verbrennung der Toten.
Waldbodenstillleben mit Distelfalter, Ringelnatter, Bläuling und Schnirkelschnecke
Johann Falch steht mit seiner Vorliebe für das Waldbodenstillleben und das „niedere Getier“ (Reptilien, Insekten etc.) in der Nachfolge Otto Marseus van Schriecks (1619/20–1678). Dieser gilt als Erfinder des Abklatschverfahrens, das auch Falch hier anwandte: Schmetterlingsflügel werden auf die feuchte Untermalung gedrückt und später abgezogen. Zurück bleibt der detailgetreue Abdruck der Flügel.
Georg Philipp Rugendas d. Ä. (1666–1742)
Das Porträt zeigt den Augsburger Schlachtenmaler und Kupferstecher Georg Philipp Rugendas d. Ä. Er wurde 1710 der erste evangelische Direktor der Reichsstädtischen Kunstakademie. Der Pinsel in seiner Linken weist auf die Profession, aber auch auf die durch Krankheit erzwungene Linkshändigkeit des Künstlers hin. Der Maler des Porträts war der Sohn von Isaak Fisches d. Ä., dem Lehrmeister Rugendas‘.
Stillleben mit Brot, Fisch, Ingwerwurzel und Muskatnuss
Im Gegensatz zu den zahlreichen deutlich üppigeren Mahlzeiten-Stillleben Flegels wirkt diese Komposition geradezu kärglich. Zwar deuten die exotischen Gewürze (Ingwer und Muskat) und die chinesische Porzellanschale auf Wohlstand und Genuss hin. Durch die zentralen Motive Fisch und Brot dominiert jedoch der Eindruck einer Fastenmahlzeit und damit der Verweis auf Verzicht und Buße.
Küchenstillleben
Der aus Kaufbeuren stammende Maler Franz Friedrich Franck absolvierte zunächst eine Lehre bei seinem Vater, bevor er sich in Italien weiterbildete. Seine Stillleben zeigen daher deutliche Einflüsse der italienischen Malerei. Einige Elemente seines Küchenstilllebens gehen womöglich zurück auf das Gemälde „Die Köchin“ von Bernardo Strozzi (1581/82–1644), das sich im Genueser Palazzo Rosso befindet.
Musikstillleben
Das Gemälde mit seinem Arrangement aus Notenheften und Blasinstrumenten ist Teil eines Bildpaares und gehört zu den frühesten bekannten Stillleben Franz Friedrich Francks. Höchstwahrscheinlich entstand es während seiner Zeit in Italien. Darauf verweisen die italienische Form des Namens in der Signatur sowie die stilistische Verwandtschaft zu den Musikstillleben von Evaristo Baschenis (1617–1677).
Joseph wird von seinen Brüdern verkauft
Stempel: Kunstsammlungen und Museen Augsburg AKM-GS XXX (nicht bei Lugt)
Zustand: Links mittig geflicktes Loch, mit Papier unterlegt und mit Kohle retouchiert, teilweise verwischt!
Herkules am Scheideweg
Die Vorstudie zu einem Ölgemälde (Städtische Museen Heilbronn) zeigt den antiken Helden Herkules am Fuß einer Treppe. Der beschwerliche Weg hinauf verheißt Ruhm und Ehre, dargestellt durch die Allegorie der Tugendhaftigkeit mit Lorbeerkranz. Während die Allegorie der Lasterhaftigkeit versucht, ihn zurückzuhalten, deutet die Pose Herkules‘ bereits seine Entscheidung für die Tugend an.
Herkules' Aufnahme in den Olymp
Nach Vollbringung der zwölf Heldentaten wird Herkules durch Zeus in den Olymp aufgenommen und erhält die Unsterblichkeit. Diese wird dargestellt durch das emporgehaltene Ewigkeitssymbol des Schlangenrings (Ouroboros). Im Hintergrund sind weitere Göttergestalten zu erkennen. Wie sein Pendant „Herkules am Scheideweg“ (Inv. Nr. L 650) diente wohl auch dieses Bild als Vorstudie zu einem Ölgemälde.
Psyche geht unbeirrt an den Parzen vorüber
Nach Apuleius‘ Roman „Metamorphosen“ musste Psyche mehrere Prüfungen bestehen, um mit ihrem Geliebten Amor wieder vereint zu werden. So sollte sie für Venus eine Ration der Schönheit Proserpinas, Göttin der Unterwelt, aus dem Hades holen. Um ihre Aufgabe nicht zu gefährden, verweigerte sie den drei Parzen (Schicksalsgöttinnen) ihre Hilfe bei deren Webarbeit und setzte ihren Weg fort.
Christus und die Ehebrecherin
Eines Tages brachten die Schriftgelehrten eine Frau zu Jesus, die des Ehebruchs bezichtigt wurde, und fragten ihn, ob diese, wie das Gesetz es vorsah, gesteinigt werden sollte. Jesus jedoch ignorierte sie zunächst und schrieb mit dem Finger auf die Erde (Joh 1,1–6). Gandolfi, Hauptvertreter des Bologneser Rokoko, zeigt sich hier von der leuchtenden Farbgebung der venezianischen Malerei beeinflusst.
Liebespaar (Der Künstler und seine Frau?)
Pierre Gaudreau, in Paris geboren und ausgebildet, war ein Vertreter der französischen Barockmalerei in Deutschland. 1721 war er zunächst am Hof in Zweibrücken tätig. Nach seiner Heirat 1724 arbeitete er in Mannheim als kurpfälzischer Hofmaler. In galanter Szenerie zeigt das Bild eine Dame und einen Mann mit Weinglas, wahrscheinlich ein Selbstporträt des Künstlers und seiner Frau.
Die Verehrung des Hl. Benedikt durch die Erdteile
Der besondere Reiz dieser Ölskizze liegt im spontanen Charakter ihrer Komposition, der auf ein frühes Entwurfsstadium schließen lässt. Eine Ausführung des Deckenbildentwurfs ist nicht bekannt. Gebhard schuf jedoch ähnliche Darstellungen des gleichen Themas für ein Seitenaltarbild der Klosterkirche Michelfeld sowie für ein Nebengebäude des Benediktinerklosters Ensdorf in der Oberpfalz.
S. Georgius
Gegenstück zu HGS 200
S. Martinus
Gegenstück zu HGS 200
Bileam und die Eselin
Das 4. Buch Mose 22,21–34 schildert die Geschichte des Propheten Bileam, der sich auf den Weg zum König von Moab macht, um das nahende Volk Israel zu verfluchen. Angesichts eines Engels mit Schwert scheut Bileams Eselin zurück und bricht unter ihm nieder. Als er sie schlägt, klagt sie darüber mit menschlicher Stimme. Daraufhin sieht auch Bileam den Engel und erkennt, dass er gesündigt hat.
Ewiger Kalender
Hauptmotiv des Hinterglas-Kalenders ist eine Arkade mit dop- peltem Bogen vor schwarzem Hintergrund, auf jeweils türkis- farbenen, gedrehten Doppel-Säulen ruhend. Auf den Sockeln bzw. Gesimsen stehen die Namen der vier Jahreszeiten, darüber jeweils ihre Personifikationen. Über allem erhebt sich das blaue Himmelszelt mit Sonne Mond und Sternen. Unter dem Bogen sind die Wochentage, links davon Hinweise zu den Mondphasen und Sternzeichen angegeben, rechts davon kann das Datum eingestellt werden. Darunter wiederum sind die Namen der Monate zusammen mit der Anzahl ihrer Tage aufgeführt sowie die Sternzeichen. Links und rechts des goldenen Sterns finden sich die Angaben zu Sonnenaufgang und-untergang sowie zur Tages- und Nachtlänge, ferner zu unbeweglichen Festen und »Welthändel«. Darunter aufgeführt wird beispielsweise, dass im Mai alles zu blühen beginnt.
Anna Sybilla Gullmann, geb. Benz (1735–1763)
Lange Zeit war das Porträt von Anna Sybilla Gullmann nur durch die Schabkunst-Reproduktion von Johann Jacob Haid (1704–1767) überliefert. Erst kürzlich tauchte das Original in Familienbesitz wieder auf. Die Dargestellte, die im Alter von gerade einmal 27 Jahren starb, war die Ehefrau des Augsburger Handelsherren und Juweliers Marcus Balthasar Gullmann (1731–1774).
Bernard François Ducrue (1730–1796)
Bernard François Ducrue gehörte der französischstämmigen Augsburger Kaufmannsfamilie Ducrue an, die mit Seide und Wolle aus der Schweiz handelte. Anton Graff porträtierte den Geschäftsmann seinem Stand entsprechend in eleganter Pose und modischer Kleidung.
Jakobine Barbara Mayer, geb. Haid (um 1739–vor 1799)
Das Gemälde des Schweizer Malers Anton Graff zeigt vermutlich Jakobine Barbara Mayer, die Tochter des Augsburger Kupferstechers und Verlegers Johann Jakob Haid (1704–1767). In erster Ehe war sie mit dem Kaufmann und Silberjuwelier Johann Elias Mayer (Inv. Nr. 2012/30) verheiratet. Graff porträtierte sie in der traditionellen Tracht des evangelischen Patriziats der Stadt Augsburg.
Johann Elias Mayer (1722–1772)
Das Gemälde zeigt wohl Johann Elias Mayer, Teilhaber der Rauner‘schen Silberhandlung, die hauptsächlich den württembergischen und den bayerischen Hof belieferte. Auf seinem Porträt trägt er einen Herrenanzug nach französischem Vorbild. Inventarbuch, Schreibmaterial und Stichel kennzeichnen ihn als erfolgreichen Silberjuwelier und Geschäftsmann.
Johanna Jakobina Magdalena Freifrau von Pfister (geb. um 1740/41)
Die Dargestellte war eine Tochter der lokalpolitisch einflussreichen evangelischen Augsburger Patrizierfamilie Amman. Ihre Heirat mit Martin Matthäus von Pfister aus Lindau im Jahr 1763 gab wohl den Anlass zu diesem Bildnis. Die virtuos wiedergegebene kostbare Kleidung aus Pelz, Seide, Spitze und goldenen Quasten verdeutlicht den hohen gesellschaftlichen Stand der Porträtierten.
Marie Anne Josephe Ducrue (geb. 1739)
Marie Anne Josephe Ducrue, geborene Passy, stammte aus einer französischen Kaufmannsfamilie, die zeitweise in Augsburg Handel trieb. 1761 heiratete sie standesgemäß den Kaufmann Bernard François Ducrue.
Alexander und Kleophis (?)
Nicola Grassi betätigte sich in seinem Spätwerk häufig als Kopist anderer Maler – auch diese Historienszene und ihr Gegenstück (Inv. Nr. 3697) sind womöglich Kopien nach einem nicht erhaltenen Vorbild. Die Deutung der Szene als die Begegnung Alexanders des Großen mit Kleophis, Königin der Assakener, erscheint zweifelhaft – die Darstellung Alexanders als bärtiger Mann mittleren Alters wäre höchst ungewöhnlich.
Antonius und Kleopatra
Das großformatige Gemälde und sein Gegenstück (Inv. Nr. 3698) galten vor der Zuschreibung an Nicola Grassi als Werke seiner Zeitgenossen Giovanni Antonio Pellegrini (1675–1741) bzw. Giovanni Battista Pittoni (1687–1767). In seiner Komposition als Querformat mit wenigen, untereinander agierenden Halbfiguren ist es ein typisches Beispiel für die venezianische Historienmalerei der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Fischfang des Tobias
Die Spezialität des Prager Malers Norbert Grund waren kleinformatige Kirmes- und Marktszenen, die er an ein vorrangig bürgerliches Publikum verkaufte. Im gezeigten Gemälde dient eine träumerisch anmutende Landschaft als Hintergrund für eine Darstellung der alttestamentlichen Geschichte von Tobias und dem Engel – ein äußerst beliebtes Motiv, da der Erzengel Raphael als Schutzengel der Kinder galt.
Galeriebild
Die hier gezeigte barocke Gemäldegalerie wurde oft mit dem im 19. Jahrhundert abgerissenen Stadtpalais Schwarzenberg in Wien in Verbindung gebracht – u. a. aufgrund des dort befindlichen „Ganymed“ von Peter Paul Rubens, hier links oben. Die im Vordergrund agierenden Personen legen jedoch die Vermutung nahe, dass der Künstler wohl eher die Darstellung einer fiktiven Kunsthandlung beabsichtigte.
Flusslandschaft
Die kleinformatige Landschaft war ehemals dem Genremaler Norbert Grund (1717–1767) zugeschrieben. In dessen Werk sind ähnliche Darstellungen in vergleichbaren Formaten durchaus vertreten. Einige der für Grund charakteristischen Merkmale – wie die lebendige Figurenstaffage mit teils kräftigen Farbakzenten – fehlen jedoch. Es handelt sich daher wohl um die Arbeit eines zeitgenössischen Nachahmers.
Die vom Handel gesegnete Nobiltà
Im oberen Zentrum des Freskos thront der Gott Apoll. Darunter erscheint Merkur als Schutzherr des Handels und himmlischer Bote: Aus seiner Hand ergießen sich Strahlen auf die Allegorie der „Nobiltà“ (Adel). Sie spielt auf die Erhebung des Bauherrn Benedikt Adam Liebert von Liebenhofen in den Adelsstand im Jahr 1763 an. Ergänzt wird sie durch Allegorien der Bildenden Künste und die drei Grazien.
Amor und Psyche
Die Kupfertafel stammt wahrscheinlich aus der Prager Kunstkammer Kaiser Rudolfs II. und gelangte 1623 als Bezahlung für Diamantgeschmeide in den Besitz eines Frankfurter Juweliers. Für die Figurenkomposition von Amor und Psyche orientierte sich der kaiserliche Hofmaler Gundelach wohl an einer grafischen Reproduktion von Michelangelos 1530 entstandenem, später verschollenem Gemälde „Leda“.
Der Hl. Karl Borromäus bei der Kommunion der Pestkranken
Gottfried Bernhard Göz gehörte zum Kreis um den katholischen Akademiedirektor Johann Georg Bergmüller (1688–1762). Die Darstellung zeigt den Mailänder Erzbischof und Kardinal Karl Borromäus, der aufgrund seines Einsatzes während der Pest in Mailand (1576–78) im Jahr 1610 heiliggesprochen wurde. Typisch für die Darstellung des Heiligen sind dessen hagere Gesichtszüge und die lange, gebogene Nase.
Das Martyrium des hl. Marinus
Der Entwurf für das Chorfresko der Benediktinerabteikirche Rott am Inn zeigt das Martyrium des hl. Marinus. Der iroschottische Missionar ließ sich Mitte des 7. Jahrhunderts als Einsiedler in Wilparting am Irschenberg nieder, wo er im Jahr 697 bei einem Überfall heidnischer Vandalen den Märtyrertod erlitt. Der Bozzetto zeigt die Misshandlung und Verbrennung des Heiligen sowie seine Himmelfahrt.
Der hl. Joseph als Fürbitter
Im Zentrum des Bildgeschehens empfiehlt Kaiser Leopold I. seinen Sohn Joseph dem hl. Joseph als Fürsprecher vor der hl. Dreifaltigkeit. Im unteren Bilddrittel schließen sich alle Gesellschaftsstände dem Bittgesuch an, das vom Christusknaben entgegengenommen und bestätigt wird. Der hl. Joseph war der Schutzpatron des Kaiserhauses und der österreichischen Erblande.
Die Anbetung des Apokalyptischen Lammes
Umgeben von den vier apokalyptischen Wesen und 24 Ältesten wird unter Gottvater das Lamm auf dem Buch mit den sieben Siegeln gezeigt. Unten rechts sitzt der Evangelist Johannes, der die Vision in seiner Offenbarung festhält (Offb 4–5). Das Gemälde ist ein Entwurf für das Chorraumfresko der Benediktinerabteikirche Amorbach, das 1745 mit geringen Veränderungen nach diesem Modell ausgeführt wurde.

2020 restauriert mit Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung.
Die Geschichte des Aeneas
Das Bild ist wohl die eigenhändige Kopie eines Vertragsentwurfs für ein Fresko in der südlichen Galerie des Neuen Schlosses in Stuttgart (zerstört 1944). Die Ölskizze zeigt, wie Poseidon auf Veranlassung der Göttin Hera die Überfahrt von Aeneas‘ Flotte durch Stürme verhindern will. Doch Aeneas‘ Mutter Aphrodite bittet Zeus um Hilfe, sodass dem Helden schließlich die Landung in Italien gelingt.
Heiliger Michael
Dargestellt ist der Erzengel Michael, der nach der Überlieferung der Offenbarung des Johannes (Offb 12,7–9; 20,2–3) und der „Legenda aurea“ schon vor dem Beginn der Schöpfung den gefallenen Engel Luzifer in die Hölle stürzte. Das Gemälde diente möglicherweise als Entwurf für ein Altarbild oder entstand im Zusammenhang mit einem Thesenblatt.
Immaculata mit hl. Jacobus und hl. Leonhard
Der Entwurf für das Hochaltarbild der Pfarrkirche St. Jakobus und Leonhard in Abtei (Südtirol) zeigt die beiden Heiligen zu Füßen der Maria Immaculata. Links kniet Jacobus d. Ä. mit Pilgergewand und -stab, neben sich seine Attribute Pilgerhut, Schwert und Märtyrerpalme. Hinter dem hl. Leonhard im benediktinischen Habit weisen Pferde und Rinder auf dessen Funktion als Schutzpatron des Viehs hin.
Rosenkranzspende
Das wohl als Altarblattentwurf entstandene Bild zeigt Maria, die dem hl. Dominikus einen Rosenkranz übergibt. Rechts kniet die hl. Katharina von Siena, die vom Christusknaben mit einem goldenen Dornenkranz bekrönt wird. Darunter sind ein Hund mit Fackel und Erdkugel – als Verweis auf die Bezeichnung der Dominikaner als „domini canes“ („Hunde des Herrn“) – sowie die stürzenden Laster dargestellt.
Kühe vor einem Flusstal
Das Gemälde zeigt im Hintergrund wahrscheinlich das nördlich von Neapel gelegene Flusstal des Volturno. Hackert fertigte als Hofmaler Ferdinands IV. von Neapel vor allem in den 1790er Jahren viele Landschaftsgemälde an. 1799 ließ er sich in der Toskana nieder, wo er sich intensiv mit der Darstellung von einzelnen Rindern, Ziegen und Eseln in freier Natur auf kleinformatigen Holztafeln widmete.
Das alte Burgtheater in Wien
Vorlage: Correspondenz-Karte von 1902
Bezeichnet: Reinhold Hanisch fecit
Ecce Homo
Über das Leben des Malers Johann Hausser von Ach ist nur wenig bekannt. Seine Komposition der biblischen „Ecce Homo“-Szene (Joh 19,4–6) geht in ihren Grundzügen auf ein Gemälde desselben Themas aus dem Jahre 1597 von Johann Rottenhammer zurück, das durch Kopien Verbreitung gefunden hatte. Auch von Haussers Version des Motivs existieren verschiedene Kopien.
Landschaft mit Badenden
Mit der Szene badender Frauen griff Heimbach zwar ein geläufiges Thema auf, doch steht sie hier nicht wie üblich in einem mythologischen oder biblischen Kontext. Das Gemälde ist eines von ca. 40 bekannten Genrebildern Heimbachs. Es nimmt als eines der wenigen, die eine Szene bei Tageslicht zeigen, eine Sonderposition im Werk des Malers ein, das von Interieurs und Nachtstücken dominiert wird.
Die Krönung des Dogen auf der Scala dei Giganti
Joseph Heintz d. J. zeigt hier die Krönung des Dogen auf der Zeremonialtreppe des Dogenpalastes in Venedig. Aufgrund der beiden kolossalen Skulpturen Jacopo Sansovinos wird sie auch als „Scala dei Giganti“ bezeichnet. Dargestellt ist der Höhepunkt des Krönungsrituals, bei dem das älteste Ratsmitglied dem Dogen die „Zogia“, die traditionelle Krönungskappe, aufs Haupt setzt.
Amor und Psyche
Die Darstellung basiert auf einer Geschichte aus dem Roman „Der Goldene Esel“ des römischen Schriftstellers Apuleius. Demnach besuchte Gott Amor seine Geliebte Psyche nur bei Dunkelheit, sodass sie ihn nicht sehen konnte. Das Bild zeigt den Moment, in dem Psyche im Schein einer Öllampe Amor erblickt, dieser jedoch, von einem Tropfen heißen Öls getroffen, erwacht, um daraufhin zu entschwinden.
Leda mit dem Schwan
Dieses 2013 im Kunsthandel aufgetauchte Gemälde zeigt Zeus, der in der Gestalt eines Schwanes die spartanische Königin Leda verführt. Das Werk des Malers Joseph Heintz d. Ä. galt lange Zeit als verschollen; seine Komposition war jedoch durch drei in Prag bzw. Wien befindliche Zeichnungen bekannt. Die bei der Restaurierung entdeckte Signatur ermöglichte schließlich die zweifelsfreie Zuschreibung.
Allegorie des Sommers
Komplexe allegorische oder mythologische Bildprogramme sind charakteristisch für das Werk von Johann Heiss. Seine Allegorie des Sommers zeigt ein Erntefest zu Ehren der Erdgöttin Kybele. Zahlreiche Details der Darstellung spielen auf die Hitze des Sommers an – so z. B. die eingeschlafene Regengöttin mit leerem Wasserkrug links oben auf der Wolke oder die sommerlichen Früchte in der Bodenzone.
Bildhauerakademie mit zwei weiblichen Modellen
Das Thema der Kunstakademie war Heiss‘ erfolgreichstes Sujet, das er variantenreich in verschiedenen Formaten umsetzte. Die Bilder sind keine bloße Dokumentation der Räumlichkeiten und des Lehrbetriebs zeitgenössischer Akademien, die damals noch ein Novum waren. Vielmehr vermitteln sie in genrehafter, antikisierender Darstellungsweise eine Vorstellung von deren Zielsetzungen und Aufgaben.
Josia zerstört die Götzenbilder
Heiss‘ Darstellung von der Zerstörung der Götzenbilder durch den judäischen König Josia (2 Chr 34, 1–7) erfüllt im reformatorisch-lutherischen Sinne die Funktion des Exempelbildes: Nach dem Beispiel Josias sind Bilder abzulehnen, sofern diese selbst Gegenstand von Verehrung und Anbetung sind. Exempelbilder dienten in privaten Haushalten und Kirchen der Glaubenserziehung und waren in Augsburg sehr gefragt.
Mars und Venus
In humanistischer Zeit wurde die ehebrecherische Liebschaft zwischen Mars und Venus als Sinnbild der friedensstiftenden Macht der Liebe neu interpretiert. Im 16. Jahrhundert wurde dies häufig in Bilderfolgen mythologischer Liebespaare thematisiert. Auch Heiss‘ Gemälde dürfte – zusammen mit seinem Pendant „Venus und Adonis“ (Inv. Nr. L 2006/2) – zu solch einem Zyklus gehört haben.
Venus und Adonis
Ovids „Metamorphosen“ zufolge verliebte sich die Göttin Venus in den schönen Jäger Adonis. Als sich dieser trotz Venus’ Warnung auf die Jagd begab, wurde er durch den Angriff eines wilden Ebers getötet, den Mars aus Eifersucht geschickt hatte. Heiss‘ Darstellung des Abschieds des Adonis von Venus hat keine literarische Vorlage, sondern geht zurück auf ein Gemälde Tizians aus dem Jahr 1553/54.
Stillleben mit reliefierter Elfenbeinkanne
Das Gemälde ist das erste Prunkstillleben im Œuvre von Hinz. Mit diesem Sujet stellte sich der Maler auf die veränderten Ansprüche seines nach dem Dreißigjährigen Krieg zu neuem Wohlstand gekommenen Kundenkreises ein. Als Vorbild für seine Werke diente ihm die holländische Stilllebenmalerei; die Darstellung der Gefäße geht auf Kupferstiche von Jean Lepautre (1618–1682) zurück.
Christian Georg von Köpf d. Ä. (1699–1758)
Holzer stellt den bedeutenden Augsburger Bankier, der 1733 vom Kaiser geadelt wurde, mit deutlichem Bezug zum Gegenstück, dem Porträt seiner Frau Maria Magdalena (Inv. Nr. L 802), dar. Köpf war Besitzer des heute noch bestehenden Hauses am Fuggerplatz 9 (ehemals Philippine-Welser-Straße 28), schräg gegenüber dem Maximilianmuseum.
Die heilige Sippe
Die kleinformatige Ölskizze diente als Entwurf eines Altargemäldes für die Kapelle des Hauses der Familie Brentano-Moretto (Maximilianstraße 57). Neben der Hl. Familie und der hl. Anna im Bildzentrum sind links darunter der Johannesknabe sowie seine Eltern Zacharias und Elisabeth zu sehen, im Hintergrund oben Marias Vater Joachim, König David mit Harfe und über ihm der Stammvater Abraham.
Die Heiligen des Benediktinerordens
Das Gemälde ist das Kontraktmodell zum Kuppelfresko der ehemaligen Klosterkirche Münsterschwarzach. Um eine allzu starke optische Verzerrung der Kuppel in der zweidimensionalen Darstellung zu vermeiden, gestaltete Holzer das Bild ähnlich einem „Ausschneidebogen“ in vier Teilansichten. Die Hauptansicht zeigt den hl. Benedikt und die hl. Scholastika, darüber die Gottesmutter und die Trinität.
Die Marter der hl. Felicitas und ihrer sieben Söhne
Die frühchristliche Heilige Felicitas erlitt im Jahr 162 n. Chr. zusammen mit ihren Söhnen das Martyrium. Sie war die Hauptpatronin der Benediktinerabteikirche in Münsterschwarzach. Die nachträglich z. T. beschnittene und übermalte Skizze ist ein Entwurf für das mittlere Langhausfresko der Kirche. Holzer führte sie auch in einer zweiten Version als eigenständiges Tafelbild aus (Privatbesitz).
Glorie der hl. Felicitas und ihrer sieben Söhne
Das Gemälde ist der Entwurf für das Hochaltarbild der in den 1820er Jahren abgerissenen Klosterkirche Münsterschwarzach. Es zeigt die Verklärung der hl. Felicitas und ihrer sieben Söhne, die als Märtyrer starben. Da Holzer noch vor Fertigstellung des Altarbildes starb, wurde es von seinem Lehrer Johann Georg Bergmüller vollendet. Seit seinem Verkauf in der Säkularisation 1803 ist es verschollen.
Huldigung an Frau Bergmüller
Chronos, Gott der Zeit, hält Juno, Minerva, Fortuna, Herkules sowie einer Göttin mit Mauerkrone (Augusta?) das Porträt der Barbara Bergmüller, Gattin von Holzers Lehrmeister Johann Georg Bergmüller (1688–1762), entgegen. Das Gemälde ist als Hommage an das Ehepaar Bergmüller zu verstehen; die Bedeutung der einzelnen Figuren sowie der Anlass der Bildentstehung sind nicht eindeutig geklärt.
Maria Magdalena von Köpf
Das Gegenstück zum Porträt Christian Georg von Köpfs (Inv. Nr. L 801) zeigt Maria Magdalena, seine zweite Gemahlin seit 1735. Vor einer Nische, ihr Profil seitlich in einem Spiegel wiedergegeben, lehnt sie an einer Kommode und hält dem Betrachter einen Ring entgegen. Die Gesten beider Eheleute steigern die Unmittelbarkeit der Darstellung und beziehen den Betrachter in ein imaginäres Zwiegespräch mit ein.
Mariä Verkündigung
Johann Josef Anton Huber war Schüler von Johann Georg Bergmüller und von 1784 bis 1815 katholischer Direktor der Reichsstädtischen Kunstakademie. Das zu seinem Spätwerk gehörende Gemälde ist wohl im Zusammenhang mit dem 1793 entstandenen, kompositionell jedoch deutlich erweiterten Fresko im Langhaus der Wallfahrtskirche St. Maria von Loreto auf dem Kobel in Westheim bei Augsburg zu sehen.
Tobias und der Engel
Der Erzengel Raphael riet dem Buch Tobit zufolge Tobias, die Innereien eines Fisches aufzubewahren (Tob 6,1–9). Dieser heilte damit seinen erblindeten Vater und rettete seine Frau Sara vor einem Dämon. Die biblische Szene findet sich häufig in der niederländischen Malerei der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, die räumliche Komposition verweist jedoch speziell auf Adam Elsheimer.
Baptistum Christi
Als Vorlage diente ein Kupferstich, erschienen im Gemeinschaftsverlag von Gottfried Bernhard Göz und den Gebrüdern Klauber in Augsburg, um 1760.
Die heilige Familie in der Zimmermannswerkstatt
Als Vorlage diente ein Kupferstich der Gebrüder Klauber, Augsburg, 2. Hälfte 18. Jahrhundert.
Der Abschied von Kythera (Gesellschaft im Freien)
Die griechische Insel Kythera galt in der Antike als Geburtsort der Göttin Aphrodite und daher als Wallfahrtsziel für Liebende und die Liebe Suchende. Ein Verweilen auf der Insel war jedoch nicht vorgesehen: Wie bei seinem berühmten Vorbild „Einschiffung nach Kythera“ von Antoine Watteau steht daher auch auf Jannecks Gemälde ein Boot bereit, um die Liebenden in den Alltag zurückzubringen.
Die Fußwaschung Christi
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Wolfgang Kilian (Augsburg 1581–1662 Augsburg), nach einer Vorlage von Christoph Schwarz (um 1548–1592).
Der Satyr bei der Bauernfamilie
Eine Fabel von Aesop erzählt vom Besuch eines Satyrs bei einer Bauernfamilie. Als der Bauer in seine Hände bläst, um sie zu wärmen, und kurz darauf auf gleiche Weise sein Essen kühlt, ist der Satyr zutiefst irritiert und verlässt fluchtartig das Haus. Zu dem Thema, dessen moralisierende Aussage die Warnung vor Doppelzüngigkeit ist, existieren mindestens drei weitere Versionen des Motivs.
Bildnis einer jungen Frau
Isaac de Joudreville war zwischen 1629 und 1631 Schüler von Rembrandt. In seinen frühen Arbeiten kopierte und variierte er Werke seines Lehrmeisters. Auch das Bildnis einer jungen Frau ist erkennbar von den Porträts Rembrandts beeinflusst. Weil Joudreville zudem bis Ende des 19. Jahrhunderts in Vergessenheit geraten war, wurden seine Gemälde – wie auch dieses – häufig Rembrandt zugeschrieben.
Mondsichelmadonna
Altarbildentwurf (?)
Wasserzeichen: Schild mit Balkenund Rautenmuster aber ohne das bei Billesberger erwähnte bekrönte Wappen
Stempel: Kunstsammlungen und Museen Augsburg
Passepartoutnotiz: siehe Brief von Heinrich Geissler vom 21. VI.1977, Kat. 25, Nr. 6
Klio, Muse der Geschichtsschreibung
Klio, eine der neun olympischen Schutzgöttinnen der Künste, lehnt, einen Lorbeerkranz in der Hand haltend, auf einem Behälter mit Papyrusrollen. Deren Bezeichnungen („ILIA[S]“, „ODI[SSEE]“, „E[NEAS]“) weisen auf die großen Epen Homers und Vergils hin. Die Aufschrift des Behälters („ΚΛΕΙΩ Ι[Σ]ΤΟΡΙΑΝ“ – „Klio schreibt Geschichte“) erlaubt die Identifikation der allegorischen Figur.
Friedrich der Weise
Bezeichnet: Kirchmayr in Straßburg 1714
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Gaspar Bouttas (Antwerpen um 1640– 1695 Antwerpen), nach einer Vorlage von Henrik-Frans Verbruggen (1654–1724).
Glorie der hl. Benedikt und Scholastika (Intercessio Mariae)
Die Ölskizze gehört zu einer Reihe von Vorarbeiten für das 1770 ausgeführte Altargemälde des Chorsaales im Benediktinerkloster Ettal, für das Knoller bereits ein Jahr vorher als Freskomaler im Presbyterium tätig gewesen war. Dargestellt ist die Fürsprache (Intercessio) Mariens für den links im Vordergrund knienden Ordensgründer Benedikt und seine Schwester Scholastika vor der Trinität.
Allerheiligen
Johann König konnte für dieses Spätwerk auf zahlreiche Vorbilder zurückgreifen: U. a. Tizian, Tintoretto und Veronese hatten sich in großformatigen Gemälden dem Thema Allerheiligen gewidmet. Im Gegensatz zu diesen Vorbildern ist Königs Kupfertafel ein kleinformatiges Andachtsbild, das im Zentrum Christus auf der Weltkugel zeigt, umringt von zahlreichen biblischen Gestalten und Heiligen.
Ecce Homo
Im Gegensatz zu seinem Zeitgenossen Hans Hausser von Ach (Inv. Nr. L 856) hat Johann König die „Ecce Homo“-Szene (Joh 19,4–6) in einer schlichten Dreiergruppe wiedergegeben. Flankiert von Pilatus und einem jungen Soldaten befindet sich mittig Christus mit Dornenkrone, Purpurmantel und einem Stock als Zepter. Diese Figurenkomposition nutzte König später in einer Reihe weiterer Gemälde desselben Themas.
Landschaft mit der Nymphe Arethusa und dem Flussgott Alpheus
Das Bild zeigt den Anfang einer Geschichte aus Ovids „Metamorphosen“: Die Nymphe Arethusa hatte ihre Kleider ablegt, um in einem Fluss zu baden, als der Flussgott Alpheus auftauchte und sie verfolgte. Bei dem Gemälde handelt es sich um Johann Königs dritte Version des Themas, die jedoch lediglich bei der Figurenkonstellation Ähnlichkeit mit den früheren Fassungen aufweist.
Salmacis und Hermaphroditus (Badende Nymphen)
Die auf der linken Seite beschnittene Darstellung beruht auf einer Erzählung aus Ovids „Metamorphosen“: Die Nymphe Salmacis begehrte den Jüngling Hermaphroditus. Auf ihr Flehen hin vereinten die Götter die Körper der beiden. Das Bild zeigt den schlafenden Hermaphroditus, dem der Zauber der Götter weibliche Brüste verlieh, umringt von Nymphen in einer idyllischen Landschaft.
Anbetung der Hirten
Mages‘ Fresko für das mittlere Langhausgewölbe der Klosterkirche in Oberschönenfeld gilt als eine seiner reizvollsten Arbeiten. Bühnenartig inszeniert er in seinem Entwurf eine volkstümliche, fast genrehafte Darstellung, die von antikisierender Säulenarchitektur überfangen wird. Die starke Untersicht und die perspektivischen Verkürzungen führen sein malerisches Können eindrücklich vor Augen.
Die Bekehrung des hl. Augustinus
Die Ölskizze zeigt die Bekehrung des Kirchenvaters Augustinus zum Christentum: Vom Himmel hörte er den Befehl „Nimm und lies!“. Daraufhin ergriff er das Buch mit den Paulusbriefen (Röm 13,13f.) und gab schließlich sein weltliches Leben auf. Das vormals Johann Georg Bergmüller zugeschriebene Bild diente als Entwurf für ein 1944 zerstörtes Wandfresko in der Augsburger katholischen Heilig-Kreuz-Kirche.
Die Vermählung Mariens
Nach dem Protoevangelium des Jakobus und der mittelalterlichen „Legenda aurea“ wurde Joseph durch ein göttliches Zeichen als Ehemann Mariens ausgewählt, die als geweihte Jungfrau im Jerusalemer Tempel lebte. Das Bild zeigt die Trauung des Paares durch die Ringübergabe. Es diente als Entwurf zum Deckengemälde des Oratoriums in der Damenstiftskirche St. Fridolin in Bad Säckingen.
Baron Dr. Wolfgang von Schaezler (1880–1967)
Zur Erinnerung an ihre beiden im Zweiten Weltkrieg gefallenen Söhne stifteten Baronin Hilda Sophia Helene und Baron Dr. Wolfgang von Schaezler 1958 das Stadtpalais der Familie – das sogenannte Schaezlerpalais – der Stadt Augsburg für kulturelle Zwecke. Die Porträts der Stifter (Inv. Nr. 2005/3 und 2005/4) wurden im Herbst 1959 in städtischem Auftrag angefertigt.
Baronin Hilda Sophia Helene von Schaezler (1892–1986)
Zur Erinnerung an ihre beiden im Zweiten Weltkrieg gefallenen Söhne stifteten Baronin Hilda Sophia Helene und Baron Dr. Wolfgang von Schaezler 1958 das Stadtpalais der Familie – das sogenannte Schaezlerpalais – der Stadt Augsburg für kulturelle Zwecke. Die Porträts der Stifter (Inv. Nr. 2005/3 und 2005/4) wurden im Herbst 1959 in städtischem Auftrag angefertigt.
Ideale Landschaft mit badenden Nymphen
Das Bild zeigt eine ideale Landschaft von einem erhöhten Betrachterstandpunkt aus: Vor einem von Bäumen umstandenen See befindet sich eine Gruppe badender Frauenfiguren. Die Szenerie geht kompositorisch auf die Werke von Claude Lorrain (1600–1682) und Nicolas Poussin (1594–1665) zurück und spielt auf den Topos des antiken Arkadiens sowie auf das mythologische Motiv der badenden Nymphen an.
Der Übermut des Brennus
Livius zufolge sollte nach dem Sieg des Galliers Brennus über Rom die Stadt mit 1000 Pfund Gold freigekauft werden. Doch beim Abwiegen verwendeten die Gallier zu schwere Gewichte; die Römer protestierten. Brennus warf daraufhin mit den Worten „Vae victis“ („Wehe den Besiegten“) auch sein Schwert auf die Waage, wurde jedoch später durch den römischen Diktator Camillus aus der Stadt vertrieben.
Die Offenbarung der göttlichen Weisheit
Das Gemälde ist ein Entwurf für das heute zerstörte Fresko im Bibliothekssaal des Prämonstratenserstiftes Klosterbruck in Mähren. Maulbertsch entwarf für diesen Auftrag ein komplexes Bildprogramm, das anhand mythologischer Themen, Allegorien und Figuren der biblischen Geschichte den Weg vom unzivilisierten Beginn der Menschheit hin zur göttlichen Erkenntnis skizziert.
Christoph Rudolph Graf Fugger-Glött (1615–1673)
Christoph Rudolph Graf Fugger-Glött war ein Nachfahre Anton Fuggers (1493–1560) – dem Neffen und Erben des kinderlosen Jakob Fuggers, genannt „der Reiche“ (1459–1525) – und kaiserlicher sowie kurbayerischer Rat und Kämmerer. Mayr war gerade in seiner Frühzeit ein begehrter Porträtist des Adels, wofür das vorliegende Gemälde beispielhaft steht.
David mit dem Haupt des Goliath
Johann Ulrich Mayr lernte bei Rembrandt und Jacob Jordaens, deren Einflüsse in seinem Werk deutlich zu bemerken sind. 1662 ließ er sich in Augsburg nieder, wurde 1684 Leiter der Kunstakademie und war einer der gefragtesten Porträtisten beim Augsburger und Nürnberger Patriziat. Auch dieses Gemälde, das lange als Selbstporträt galt, zeigt wohl einen dieser wohlhabenden Auftraggeber.
Junger Mann mit Schwert
Das vorliegende Gemälde wurde in der Vergangenheit mehrfach als stilisiertes Selbstbildnis Mayrs in Gestalt eines Scharfrichters gedeutet. Die Gesichtszüge des dargestellten Mannes zeigen jedoch kaum eine Ähnlichkeit zu seinen gesicherten Selbstporträts. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass es sich um eine allegorische Darstellung handelt, deren genaue Bedeutung nicht eindeutig zu klären ist.
Junger Mann mit Schwert
Das Gemälde des Rembrandt-Schülers Mayr wurde in der Vergangenheit mehrfach als stilisiertes Selbstbildnis in Gestalt eines Scharfrichters gedeutet. Die dargestellten Gesichtszüge zeigen jedoch kaum eine Ähnlichkeit zu seinen gesicherten Selbstporträts. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass es sich um eine allegorische Darstellung handelt, deren genaue Bedeutung nicht eindeutig zu klären ist.
Porträt der Mutter des Künstlers (Susanna Mayr, 1600–1674)
Susanna Mayr, die Tochter des Augsburger Goldschmieds und Malers Johannes Fischer (1570/80–1643) war als Kupferstecherin, Silhouettenschneiderin und Malerin tätig. Ihr Porträt – Gegenstück zum Vater des Künstlers – zeigt sie im Profil vor einem dunklen Hintergrund. Der Skulpturenkopf, den sie in der Hand hält, ist ein häufiges ikonografisches Element in Künstlerporträts.
Porträt des Vaters des Künstlers (Christoph Georg Mayr, 1591–1671)
Christoph Georg Mayr war ein wohlhabender, protestantischer Augsburger Kaufmann. 1622 heiratete er die Künstlerin Susanna Mayr. 1630 wurde der gemeinsame Sohn Johann Ulrich geboren. Die Herkunft aus einer vermögenden Familie ermöglichte Johann Ulrich Mayr seine kostenintensive Ausbildung in Amsterdam und Antwerpen, die die Grundlage seiner künstlerischen Karriere bildete.
Selbstbildnis
Niederländischen und französischen Vorbildern folgend präsentiert sich der junge, elegant gekleidete Künstler selbstbewusst im Rahmen eines illusionistisch gestalteten Fensters. Als Berufsinsignien sind rechts im Hintergrund Palette und Pinsel zu sehen. Vorn verweisen ein Foliant sowie Zeichenbrett und -stift auf das Selbstverständnis Mayrs als „pictor doctus“, als kunsttheoretisch versierter Maler.
Augustus und Kleopatra
Nach der Niederlage in der Seeschlacht von Actium 31 v. Chr. versuchte Kleopatra in einem letzten Gespräch mit Augustus (Octavian) vergeblich, Gnade zu erlangen. Mengs verbildlichte diese Szene hier als Modello zu einem Gemälde für den englischen Bankier Henry Hoare. Das Bild gilt als Inkunabel der klassizistischen Malerei und war wegweisend für Künstler wie etwa Jacques-Louis David (1748–1825).
Selbstbildnis im Alter von 31 Jahren
Johann Jakob Mettenleiter ließ sich nach Aufenthalten in Amsterdam, Kapstadt und Rom 1778 in Augsburg nieder. Hier entstand auch das gezeigte Selbstporträt. Die kleinformatige Darstellung in einem Rundbogenfenster ist angelehnt an Werke des Rembrandt-Schülers Gerard Dou (1613–1675) und der Leidener Schule. Eine größere Version befindet sich im Ferdinandeum Innsbruck (Inv. Nr. 1022).
Selbstbildnis mit dem Kupferstecher Johann Elias Haid
Die Kupfertafel ist ein typisches Beispiel für ein Freundschafts- und Konversationsstück des 18. Jahrhunderts. Sie zeigt den Maler Johann Jakob Mettenleiter (links) zusammen mit seinem Freund, dem Kupferstecher Johann Elias Haid (rechts), Sohn des Augsburger Künstlers und Verlegers Johann Jakob Haid. Letzterer ist durch das Porträt im Hintergrund präsent, das sein Schüler Anton Graff 1766 malte.
Heiliger Michael
Mildorfer war Schüler Paul Trogers in Wien und arbeitete u. a. für das Kaiserhaus und zahlreiche Kirchen und Klöster in Ungarn, Mähren und der Slowakei. Den Kampf des Erzengels gegen Luzifer (Offb 12, 7–9) reduziert Mildorfer ganz auf die Darstellung der Kontrahenten, wobei die dominierende, in hellen Farben gehaltene Figur des hl. Michael keinen Zweifel am Sieg des Guten aufkommen lässt.
Die Predigt Johannes' des Täufers
Das Thema der Johannespredigt verband sich nach protestantischem Verständnis mit dem Gedanken der Buße und – durch die Darstellung einer Predigt im Freien – der Kritik an der institutionalisierten Kirche. Durch das Selbstporträt des evangelischen, nicht mit der bekannten Musikerfamilie verwandten Malers Mozart im Vordergrund ergibt sich der Charakter eines persönlichen Bekenntnisses.
Allegorie auf die Krönung Papst Clemens' XIII.
Mit dem Motiv, wohl ein Entwurf für ein größeres Bildwerk, wird dem aus einer venezianischen Adelsfamilie stammenden, am 6. Juli 1758 gewählten Papst Clemens XIII. gehuldigt. Auf dessen Herkunft verweisen u. a. die Ansicht der Piazzetta San Marco unten links sowie die zentrale Figur des Evangelisten Markus, der den Irrglauben in den Abgrund stößt und nach oben auf das Wappen des Papstes weist.
Lachender Knabe
Das Bild wurde nach dem zwischen 1620 und 1625 entstandenen Original von Frans Hals (Mauritshuis, Den Haag) geschaffen. Es sind noch einige weitere Kopien des Motivs bekannt, von denen sich das Original jedoch durch nuanciertere Lichteffekte und einen deutlich lockereren, skizzenhaften Malduktus unterscheidet, der für Frans Hals' Gemälde ab Mitte der 1620er Jahre charakteristisch ist.
Der Wagen des Ares
Das Trümmerweib sucht, Ares kehrt zurück.
Das Deutsche Theatermuseum München besitzt 9 weitere Szenenbilder zu "Der Wagen des Ares".

Ausstellungstext: "Wanderer zwischen den Welten", 2023 Grafisches Kabinett, Augsburg: "Weitere Projekte Brechts und Nehers waren in der Schweiz in Planung, so das Fragment gebliebene Drama Der Wagen des Ares, an dem Brecht und Neher gemeinsam Ende April 1948 arbeiteten. Es handelt sich um eine Art Revue, die die Heimkehr eines versehrten und verzweifelten Kriegsgottes aus einem verlorenen Krieg in ein geschundenes Land und seine Suche nach Obdach beschreibt. Nicht zuletzt weil Neher anderweitige berufliche Verpflichtungen hatte, geriet das Projekt ins Stocken. Es existiert jedoch ein Blatt mit ersten Skizzen und eine Reihe fertiggestellter Entwürfe. Somit sind verschiedene Stadien der Arbeit Nehers dokumentiert, die Einblick in den Entstehungsprozess der Entwürfe gewähren."
Der Wagen des Ares
Der Göttin des Handels sieht Ares, auf seinem Schild die Getränke.

Ankauf mit Unterstützung der Wilhelm-Carl-Nagel-Stiftung.

Ausstellungstext "Wanderer zwischen den Welten", 2023 Grafisches Kabinett, Augsburg: "Weitere Projekte Brechts und Nehers waren in der Schweiz in Planung, so das Fragment gebliebene Drama Der Wagen des Ares, an dem Brecht und Neher gemeinsam Ende April 1948 arbeiteten. Es handelt sich um eine Art Revue, die die Heimkehr eines versehrten und verzweifelten Kriegsgottes aus einem verlorenen Krieg in ein geschundenes Land und seine Suche nach Obdach beschreibt. Nicht zuletzt weil Neher anderweitige berufliche Verpflichtungen hatte, geriet das Projekt ins Stocken. Es existiert jedoch ein Blatt mit ersten Skizzen und eine Reihe fertiggestellter Entwürfe. Somit sind verschiedene Stadien der Arbeit Nehers dokumentiert, die Einblick in den Entstehungsprozess der Entwürfe gewähren."
die "Revue"
Szenenbild zu Bertolt Brechts Fragment "Der Wagen des Ares": Um den ziemlich abgearbeiteten Vulkan zu erheitern, tanzt ihm Md H. ihren berühmten Federntanz vor.

Ankauf mit Unterstützung der Wilhelm-Carl-Nagel-Stiftung.

Ausstellungstext "Wanderer zwischen den Welten", 2023 Grafisches Kabinett, Augsburg: "Weitere Projekte Brechts und Nehers waren in der Schweiz in Planung, so das Fragment gebliebene Drama Der Wagen des Ares, an dem Brecht und Neher gemeinsam Ende April 1948 arbeiteten. Es handelt sich um eine Art Revue, die die Heimkehr eines versehrten und verzweifelten Kriegsgottes aus einem verlorenen Krieg in ein geschundenes Land und seine Suche nach Obdach beschreibt. Nicht zuletzt weil Neher anderweitige berufliche Verpflichtungen hatte, geriet das Projekt ins Stocken. Es existiert jedoch ein Blatt mit ersten Skizzen und eine Reihe fertiggestellter Entwürfe. Somit sind verschiedene Stadien der Arbeit Nehers dokumentiert, die Einblick in den Entstehungsprozess der Entwürfe gewähren."
Die Revue
Der Kriegsgott Mars entschuldigt sich, dass er für Alle nichts mitbrachte.

Ankauf mit Unterstützung der Wilhelm-Carl-Nagel-Stiftung.

Ausstellungstext "Wanderer zwischen den Welten", 2023 Grafisches Kabinett, Augsburg: "Weitere Projekte Brechts und Nehers waren in der Schweiz in Planung, so das Fragment gebliebene Drama Der Wagen des Ares, an dem Brecht und Neher gemeinsam Ende April 1948 arbeiteten. Es handelt sich um eine Art Revue, die die Heimkehr eines versehrten und verzweifelten Kriegsgottes aus einem verlorenen Krieg in ein geschundenes Land und seine Suche nach Obdach beschreibt. Nicht zuletzt weil Neher anderweitige berufliche Verpflichtungen hatte, geriet das Projekt ins Stocken. Es existiert jedoch ein Blatt mit ersten Skizzen und eine Reihe fertiggestellter Entwürfe. Somit sind verschiedene Stadien der Arbeit Nehers dokumentiert, die Einblick in den Entstehungsprozess der Entwürfe gewähren."
Szenenbild zu Bertolt Brechts Fragment "Der Wagen des Ares"
Bühnenarbeiter I erzählt Bühnenarbeiter II von dem berüchtigten Schwerttrick des Kriegsgotts, der auf Hannibal zurückgehen soll.

Ankauf mit Unterstützung der Wilhelm-Carl-Nagel-Stiftung.

Ausstellungstext "Wanderer zwischen den Welten", 2023 Grafisches Kabinett, Augsburg: "Weitere Projekte Brechts und Nehers waren in der Schweiz in Planung, so das Fragment gebliebene Drama Der Wagen des Ares, an dem Brecht und Neher gemeinsam Ende April 1948 arbeiteten. Es handelt sich um eine Art Revue, die die Heimkehr eines versehrten und verzweifelten Kriegsgottes aus einem verlorenen Krieg in ein geschundenes Land und seine Suche nach Obdach beschreibt. Nicht zuletzt weil Neher anderweitige berufliche Verpflichtungen hatte, geriet das Projekt ins Stocken. Es existiert jedoch ein Blatt mit ersten Skizzen und eine Reihe fertiggestellter Entwürfe. Somit sind verschiedene Stadien der Arbeit Nehers dokumentiert, die Einblick in den Entstehungsprozess der Entwürfe gewähren."
Musizierendes Paar
Interieurs mit musizierenden Paaren gehören zu den Hauptthemen in Ochtervelts Œuvre. Hier schlägt eine Sängerin auf dem Spinett einen Ton für ihren Begleiter an, der eine Gambe stimmt. Das Motiv des miteinander musizierenden bzw. harmonierenden Paares wurde in der niederländischen Barockmalerei als Liebesallegorie verstanden. Das Hündchen ist wohl als Symbol der Treue zu verstehen.
Kinder beim Spiel
Der hauptsächlich für die Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf tätige norddeutsche Maler Ovens schuf hier nicht nur die porträtähnliche Darstellung zweier spielender Kinder (die des Künstlers selbst?): Durch diverse Vanitas-Symbole wie Blumen und Seifenblasen wird das Gemälde gleichzeitig zu einem Hinweis auf die Vergänglichkeit alles Irdischen.
Sacra Conversazione
Die Ölskizze war ehemals Joseph Ignaz Mildorfer (1719–1775) zugeschrieben. Eine zweite, wohl von der gleichen Hand ausgeführte Fassung befindet sich im Belvedere Wien (Inv. Nr. 4534) und gilt als Werk Franz Anton Palkos (1717–1766). Die Komposition geht zurück auf Sebastiano Riccis (1659–1734) Altarblatt für San Giorgio Maggiore in Venedig, wandelt dieses jedoch in zahlreichen Aspekten ab.
Stillleben mit Artischocke
Paarstück zu Kat. 57.
Stillleben mit Trauben
Paarstück zu Kat. 56.
Bacchus und Ceres
Das Motiv geht zurück auf ein Zitat des römischen Dichters Terenz, demzufolge es ohne gutes Essen und Wein keinen Liebesgenuss geben kann. Ceres, Göttin des Ackerbaus, und Bacchus, Gott des Weines, bilden das Zentrum des Motivs, oben rechts schwebt Liebesgott Amor. Die weiteren Figurengruppen versinnbildlichen zum einen die keusche, geistige und zum anderen die rauschhafte, fleischliche Liebe.
Entwurfszeichnung für ein "Heiliges Grab"
Entwurf für ein Heiliges Grab: In einer Landschaft mit Palmen und Zypressen steht die Grotte mit dem Hl. Grab, an dem Maria und ein Engel den Leichnam Christi beweinen. Im Vordergrund die Grabwächter und die Skulpturen von Moses und Melchisedech. in der oberen Zone erscheint Christi am Kreuz, das Maria Magdalena umklammert und von der Schlange umwunden wird. Vor der Schlange fliehen die soeben auferstandenen Adam und Eva. Im Hintergrund Jerusalem.
Maria betet das Kind an
Das Bild thematisiert die „Zwei-Naturen-Lehre“, wonach Christus wahrer Mensch und wahrer Gott zugleich ist. Verdeutlicht wird dies durch die farb- und raumkompositorische diagonale Zweiteilung. Die Gottesmutter vor landschaftlichem Hintergrund verweist auf die irdische, Gottvater und die Taube des Heiligen Geistes auf die göttliche Herkunft des als Kind auf der Altarmensa erscheinenden Christus.
Drei Vestalinnen beim Opfer
Vesta, der Göttin des Herdfeuers, kam im antiken Rom besondere Verehrung im Staatskultus zu. Um Unglück abzuwenden, mussten sechs Priesterinnen in einem Tempel auf dem Forum ein ewiges Feuer hüten. Rode, der sich ab 1752 mehrmals mit dem Thema nach französischen Vorbildern beschäftigte, stellt hier zwei dieser Priesterinnen in weißen Gewändern und eine Helferin beim Anfachen der Flammen dar.
Ziegen und Lamm vor Felshang
Vor einer felsigen Landschaft hat Philipp Peter Roos ein liegendes Zicklein, eine Ziege, einen Widder sowie im Hintergrund einen Hütehund monumental ins Bild gesetzt. Nach dem Vorbild niederländischer Tiermaler wie etwa Paulus Potter verzichtete der Maler, der ab 1677 in Italien lebte, oftmals auf menschliche Figuren und richtete den Fokus auf die Darstellung des individuellen Charakters der Tiere.
Allegorie ›Asia‹
Aus einer Serie »Die vier Erdteile«
Gegenstück zu Kat. 26
Allegorie ›Europa‹
Aus einer Serie »Die vier Erdteile«
Gegenstück zu Kat. 25
Der Bethlehemitische Kindermord
Als Herodes von der Geburt eines neuen Königs in Bethlehem erfuhr, befahl er, alle Kinder unter zwei Jahren zu töten, um seinen zukünftigen Rivalen zu vernichten (Matt 2,16). Rottenhammer zeigt dieses grausame Massaker in einer bewegten Szenerie vor der Kulisse einer Palastarchitektur. Auf einem Hügel in der Bildmitte ist die Heilige Familie auf der Flucht nach Ägypten zu erkennen.
Die Hochzeit zu Kana
Rottenhammer entwarf die biblische Szene der Hochzeit zu Kana (Joh 2,1–11) als aufwendiges Festmahl im Stil venezianischer Vorbilder wie etwa von Paolo Veronese. Im Vordergrund vor der Festtafel stehen die steinernen Wasserkrüge, deren Inhalt Jesus in Wein verwandelte, als dieser während der Feierlichkeiten vorzeitig zur Neige ging.
Die Taufe Christi
Die Kupfertafel zeigt die Taufe Christi im Jordan durch Johannes den Täufer (Matt 3,13–17). Rottenhammer versetzt diese Szene in eine reich bevölkerte Flusslandschaft. In der Bildmitte hat sich über Jesus der Himmel geöffnet, aus dem der Geist Gottes in Gestalt einer Taube herabschwebt. Zahlreiche Kopien und Wiederholungen des Motivs belegen die große Beliebtheit dieser Komposition.
Mars und Venus
Die bei Homer und Ovid geschilderte Liaison zwischen dem Kriegsgott Mars und der Liebesgöttin Venus sorgte für Aufruhr unter den Göttern, da Venus ihren Ehemann Vulkan, dessen Werkstatt rechts im Hintergrund zu sehen ist, betrog. Für das bereits in der Renaissance besonders beliebte Bildthema konnte sich Rottenhammer auf verschiedene Vorbilder wie etwa Tizians „Venus von Urbino“ (1538) stützen.
Erzherzog Albrecht VII. von Österreich (1559–1621)
Erzherzog Albrecht VII., jüngster Sohn Kaiser Maximilians II., war ab 1596 Statthalter der Spanischen Niederlande. 1609 verpflichtete er Peter Paul Rubens als Hofmaler. Das Porträt folgt in der Farbgebung einem 1609/10 entstandenen Original Rubens‘, in einigen motivischen Details entspricht es einer 1615 gemalten Fassung, die heute lediglich durch einen Kupferstich von Jan Muller überliefert ist.
Die Belagerung der Stadt Augsburg im Jahr 1703/04
Gezeigt wird die Belagerung des von Habsburger Truppen besetzten Augsburg durch die französisch-bayerische Armee Ende 1703 während des Spanischen Erbfolgekriegs. Bezeichnend für das Œuvre des Schlachtenmalers Rugendas ist, dass der konkrete lokale Bezug (Silhouette der Stadt) zurücktritt zugunsten der Fokussierung auf das durch typisierte Figuren(-gruppen) illustrierte Kriegsgeschehen.
Lagerszene
Georg Philipp Rugendas spezialisierte sich bereits früh auf Pferde- und Schlachtendarstellungen – eine Ausnahme in der Augsburger Kunst. Viele seiner Gemälde zeigen keine dokumentarische Schilderung konkreter Ereignisse, sondern anekdotische, genrehafte Darstellungen. Dies gilt auch für dieses Spätwerk, das an eine Reihe um 1712 entstandener ähnlicher Gemälde anknüpft.
Hügellandschaft mit Blick auf Schloss Bentheim
Der Künstler gehörte zur Familie van Ruisdael, deren Mitglieder im 17. Jahrhundert vor allem als Landschaftsmaler bekannt wurden. Mit dem befreundeten Nicolaes Berchem reiste er 1650 ins niedersächsische Bentheim. Nachfolgend entstanden ca. 30 Ansichten der dortigen Burg. Bei diesem Bild tritt sie aber zugunsten imposanter Wolkengebilde, Felsen- und Baumpartien in den Hintergrund.
Streit um die Beute
Mit Tiger, Löwe und Damhirsch bilden verschiedene Tierarten, die in freier Natur nicht denselben Lebensraum teilen, den Mittelpunkt dieser Szene, die sich vor einer antikisierenden Kulisse abspielt. Das Gemälde steht mit dieser ungewöhnlichen Verbindung in der Tradition der effektvollen symbolisch-moralisierenden Tierkampfdarstellungen der flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts.
Stillleben mit Blumen und Früchten
Neben der Genremalerin Judith Leyster gilt Rachel Ruysch als bedeutendste holländische Künstlerin des 17. Jahrhunderts. Bereits zu Lebzeiten erwarb sie sich höchste Anerkennung und war für Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz sowie den Florentiner Hof tätig. Die außerordentliche Detailfreude ihrer Gemälde gründet nicht zuletzt in den Naturstudien ihres Vaters, eines Botanik-Professors.
Allegorie ›Amerika‹
Aus einer Serie »Die vier Erdteile«
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Johann Sadeler I (Brüssel 1550–1600 Venedig), nach einer Vorlage von Dirck Barendz (1534–1592).
Der heilige Bernhard von Clairvaux
Die Ausführung als Ölgrisaille verrät die Funktion des Bildes als Vorarbeit für eine wohl in Schabkunst umgesetzte Druckgrafik. Scheffler war ab den 1730er Jahren für mehrere Augsburger Verlage als Entwerfer von Thesenblättern tätig. Auch diese Ölskizze mit Szenen aus dem Leben des hl. Bernhard und unbeschrifteten Rocaille-Kartuschen dürfte solch ein Thesenblatt-Entwurf gewesen sein.
Vor dem Marketenderzelt
Vor einem Marketenderzelt widmet sich eine Gruppe von Soldaten und Offizieren während einer Gefechtspause dem Kartenspiel, dem Alkohol sowie der Tändelei mit einer jungen Frau. Der Genremaler Scheits zeigt sich Motive, Komposition und Pinselführung betreffend ebenso von seinem Lehrmeister Philips Wouwerman beeinflusst wie auch von Rembrandt und Frans Hals, die er persönlich kannte.
Joseph und Potiphars Weib
Mit seinem Gegenstück (Inv. Nr. L 821) zierte dieses Bild zusammen mit sechs weiteren Gemälden mit alttestamentlichen Tugendhelden einen nicht erhaltenen Paramentenschrank in der Sakristei der niederösterreichischen Kartause Aggsbach. Ungeklärt ist, warum man sich für die in diesem Zusammenhang thematisch ungewöhnlichen und aufgrund der genrehaften und sinnlichen Darstellungsweise unpassenden Bilder entschied.
Susanna im Bade
Mit seinem Gegenstück (Inv. Nr. L 820) zierte dieses Bild zusammen mit sechs weiteren Gemälden mit alttestamentlichen Tugendhelden einen nicht erhaltenen Paramentenschrank in der Sakristei der niederösterreichischen Kartause Aggsbach. Ungeklärt ist, warum man sich für die in diesem Zusammenhang thematisch ungewöhnlichen und aufgrund der genrehaften und sinnlichen Darstellungsweise unpassenden Bilder entschied.
Hl. Nikolaus von Tolentino und hl. Sebastian
Die kleinformatige Holztafel wiederholt eine bekannte Darstellung des Münchner Malers Christoph Schwarz: ein großformatiges Altarblatt, das zur Ausstattung der Hauskapelle Prinz Ferdinands von Bayern gehörte. Die Tafel folgt bis auf wenige Details diesem Altarblatt und zeigt für Schwarz typische Charakteristika, die eine Eigenhändigkeit des Werks nahelegen.
Allegorie der Gerechtigkeit
Möglicher Entwurf für Justitzzimmer im Augsburger Rathaus (siehe Michalski 1995, S. 412) Jedenfalls geben zwei Zeichnungen von Gabriel Ehinger in der Graf. Slg. Stuttg. Hinweise für eine Gemäldeausführung oder eine zeichnerische Weiterentwicklung der beiden Entwürfe. Ehinger kopiert die Gruppe der beiden Wächter, die den Gefangenen vorführen, genau und detailreich und zwar im Sinne von Schönfelds Karlsruher Zeichnung und die Gruppe des auszahlenden Schuldners und des Gläubigers im Sinne der Augsburger Fassung, letztere jedoch verändert und weiterentwickelt. (aus: Kunstreich, S. 207)
Christus im Seesturm
Schönfeld greift hier den dramatischen Wendepunkt der biblischen Geschichte von der stürmischen Überfahrt Christi und seiner Jünger über den See Genezareth auf (Mt 8, 23–27). Während die Apostel versuchen, das Kentern des Schiffes zu verhindern, wenden sich zwei von ihnen Hilfe suchend an den schlafenden Christus. Der am linken Bildrand aufreißende Himmel deutet bereits die Rettung an.
Christus Salvator
Das Gemälde bezieht sich auf den ikonografischen Typus des „Salvator Mundi“, d. h. Christus als Erlöser mit zum Segensgestus erhobener Hand. Als Vorbild für das Motiv könnte dem Maler Georg Petels „Christus Salvator“ in der Augsburger Pfarrkirche St. Moritz gedient haben. Schönfeld setzte die bewegte Plastizität der Skulptur allein durch unterschiedliche Licht- und Farbintensitäten in Malerei um.
Das Bekenntnis des hl. Sebastian
Licht- und farbkompositorisch höchst effektvoll stellt Schönfeld hier den Moment dar, in dem der römische Offizier Sebastian sich mit theatralischer Pose vor Kaiser Diokletian zum christlichen Glauben bekennt. Mit diesem Motiv schuf der Maler ein Novum, das auf keine ikonografische Tradition zurückgeht. Das Gemälde sollte wohl als Altar- oder Andachtsbild dienen.
David mit dem Haupt des Goliath
Schönfeld zeigt den alttestamentlichen Helden David als sitzenden ganzfigurigen Akt vor einem weiten Ausblick in ein Tal im Hintergrund. Typisch für das Werk des Malers ist die Ansiedlung der Szene in einer überwucherten antiken Architekturkulisse. Das Bildthema wie auch das ovale Format erinnern an die Deckenbilder mit Darstellungen antiker Könige, die Schönfeld für die Münchner Residenz schuf.
Der Raub der Proserpina
Schönfeld orientiert sich bei der Darstellung von Proserpinas Entführung durch den Gott der Unterwelt an den Schilderungen in Ovids „Metamorphosen“, verdichtet das Geschehen aber zu einer Ansicht ungleichzeitiger Aspekte: Amor feuert seinen Pfeil auf Pluto ab, während dieser bereits Proserpina mit seinem Wagen in die Unterwelt entführt und die Nymphe Cyane deshalb in Tränen zerfließt.
Der Tod der Hl. Rosalia von Palermo
Die heilige Rosalia lebte der Überlieferung nach im 12. Jahrhundert als Eremitin auf dem Monte Pellegrino in Palermo. Bis heute ist sie eine Patronin der Stadt. Schönfeld verdichtete ihre Legende, in dem er Rosalias Tod und die Entdeckung ihrer Höhle im 17. Jahrhundert gleichzeitig darstellte. Die nur in Süditalien geläufige Szene entstand während des mehrjährigen Aufenthalts des Malers in Neapel.
Die Heilige Familie
Das Gemälde zeigt die Muttergottes mit Jesus und Johannes dem Täufer als Knaben. Hinter ihr steht der hl. Joseph und blickt über ihre Schulter auf Christus. Die welke weiße Tulpe mit roten Flecken und die blaue Iris des Blumenstilllebens am linken Bildrand weisen auf den künftigen Tod Christi hin. Rechts sind die Eltern des Johannes, die hl. Elisabeth und der hl. Zacharias, zu sehen.
Il Tempo
Neben Chronos, dem beflügelten Gott der Zeit und Sinnbild der Vergänglichkeit, zeigt diese Allegorie eine Vielzahl weiterer gängiger und im Barock beliebter Vanitas-Symbole: Die Seifenblasen des auf einem Totenkopf sitzenden Putto verbildlichen die Flüchtigkeit allen Seins, während die herunterbrennende Kerze und das Stundenglas auf die zeitliche Begrenztheit des Lebens verweisen.
Opfer an Diana
Vor einem Monopteros-Tempel mit der Statue der Jagdgöttin Diana hat sich eine Gruppe von Priestern um eine Räucherschale versammelt. Von rechts führen zwei Gehilfen einen prächtig geschmückten Hirsch als Opfertier heran. Das Bild ist in die Zeit des ersten Aufenthalts von Schönfeld in Rom (1633–37/38) zu datieren. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland variierte er das Thema noch mehrmals.
Zeichner in römischen Ruinen
Schönfelds Gemälde zeigt die verschiedenen Arten der Antikenrezeption seiner Zeit. Nahe dem Kolosseum, das links im Hintergrund zu sehen ist, hält sich vor der Ruine eines antiken Bauwerkes eine Gruppe von Personen auf, die sich künstlerisch, forschend oder im Diskurs mit dem antiken Erbe beschäftigt. Das Bild entstand wohl während Schönfelds erstem Aufenthalt in Rom um 1634/35.
Fürstliche Jägerin mit Hund
Das Bildnis einer Jägerin gehört in den Kontext mehrerer Jagdgemälde, die der Künstler für Landgraf Ludwig VIII. von Hessen-Darmstadt schuf. Ihre Aufmachung weist die Dargestellte als der höfischen Gesellschaft zugehörig aus, entspricht jedoch nicht der Darmstädter Jagdmontur. Daher dürfte es sich um eine auswärtige Jägerin oder allgemein um ein idealisiertes Bildnis handeln.
Lot flieht aus Sodom
Dargestellt ist die alttestamentliche Szene (Gen 19,24–26), in der Gott die Stadt Sodom aufgrund der Sündhaftigkeit ihrer Bewohner vernichtet. Das Gemälde zeigt den gottesfürchtigen Lot, einen Neffen Abrahams, der der brennenden Stadt zusammen mit seinen Töchtern entfliehen konnte. Seekatz stellt dieses Ereignis in dramatischer Helldunkel-Malerei inmitten einer nächtlichen Szenerie dar.
Georg Thenn (1517–1592)
Der Maler ist erstmals auf dem Augsburger Reichstag 1530 als Porträtist nachgewiesen. Bei einem weiteren Aufenthalt des 1531 zum Hofmaler des späteren Kaisers Ferdinand I. avancierten Künstlers in Augsburg entstand das Bildnis Georg Thenns. Der Patrizier ist in fürstlicher Pose mit in die Hüfte gestützter Hand dargestellt. Der goldene Anhänger auf seiner Brust zeigt das Familienwappen.
Flucht nach Ägypten
Stempel: Kunstsammlungen und Museen Augsburg AKM-GS XXX (nicht bei Lugt)
Zustand: Montierung: Fälze oben; Passepartout
Die Flucht nach Ägypten
Der Maler interpretiert die im Matthäusevangelium (2,13–23) geschilderte Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten als Nachtstück. Damit knüpft Sigrist an die von Adam Elsheimer begründete Bildtradition an. Er verzichtet jedoch auf eine detaillierte Darstellung der Landschaft und hebt stattdessen die Figuren mittels Licht und Farbe hervor.
Die Liebeserklärung
Als Vorlage diente ein Schabkunstblatt von Johann Jacob Haid (Süßen 1704– 1767 Augsburg), nach einem Gemälde von Pietro Longhi (1702–1785).
Blumen in einer Glasvase
Andreas Stech gilt als einer der bedeutendsten Maler seiner Zeit im nordosteuropäischen Raum. Das vorliegende Gemälde ist eines seiner wenigen Blumenstillleben. Es entstand wohl im Zusammenhang mit Stechs Arbeit für den Danziger Botaniker Jacob Breyne (1637–1697), für den er Vorlagen für ein botanisches Lehrbuch schuf. Ein nahezu identisches Stillleben befindet sich im Nationalmuseum Danzig.
Stillleben mit Melanchthon-Porträt von Lucas Cranach d. Ä.
Das zentrale Motiv dieses Stilllebens ist das Porträt des Reformators Philipp Melanchthon nach einem 1543 von Lucas Cranach d. Ä. gemalten Bildnis. Dieses entstand als Gegenstück zu einem Porträt Martin Luthers, das wiederum auf einem Pendant zum vorliegenden Gemälde zu sehen ist. Auf dessen Konzeption als Teil eines Bildpaares verweist auch die räumliche Ausrichtung der Gegenstände.
Blumenstillleben
Der Entstehungshintergrund zu diesem Stillleben ist nicht bekannt. Denkbar ist, dass es Teil einer Serie war und als Supraporte diente. Dafür spricht der prachtvoll-dekorative Gesamteindruck der auf Fernwirkung angelegten Komposition und die Darstellung der einzelnen Blumenarten, die zwar bestimmbar sind, bei denen auf eine akribische Wiedergabe der Stofflichkeit jedoch verzichtet wurde.
Aufmunterung und Belohnung der Künste
Das Gemälde zeigt die allegorische „Belohnung der Künste“ (verkörpert von einer Reihe von Akademieschülern) durch die Personifikation der Kunst, begleitet von Minerva, der Schutzgöttin der handwerklichen Künste, und Chronos, dem Gott der Zeit. Die Darstellung verweist auf die von 1780 bis 1812 jährlich stattfindende Preisverleihung der Reichsstädtischen Kunstakademie Augsburg.
Abendliche Waldlandschaft
Neben großformatigen Ansichten von Dresden und dem Elbtal prägen kleinere Fantasielandschaften ohne konkrete topografische Bezüge das Werk des kursächsischen Hofmalers Thiele. Zu diesen zählt das vorliegende Exemplar, das ein wanderndes Paar in einer stimmungsvollen Waldlandschaft im Abendlicht zeigt. Thieles Werk nahm vieles vorweg, was später die Landschaftsmalerei der Romantik prägen sollte.
Tarquinius und Lucretia
Das Gemälde war Teil eines Zyklus von vier Supraporten, die Tiepolo für einen Saal des Palazzo Barbaro a Santo Stefano in Venedig schuf (heute in diversen Sammlungen). Die Gemälde verbildlichen mit Beispielen aus der römischen und griechischen Geschichte die Tugenden der Ehefrau. So galt Lucretia, die sich nach einer Vergewaltigung das Leben nahm, als Symbol für eheliche Treue.
Bildnis einer jungen Dame
Die Unbekannte auf diesem Porträt aus der ehemaligen Schönheitengalerie des Augsburger Rathauses wurde u. a. mit der Schriftstellerin Sophie von La Roche identifiziert. Zusammen mit ihrer Schwester Catharina von Hillern, die ebenfalls als Modell infrage kommt, lebte sie 1749/53 in Biberach an der Riß in der Nähe des Schlosses des Grafen Stadion, in dem Tischbein ab 1751 weilte.
Dominica Martha Grassi (1775–1854)
Der sogenannte „Leipziger Tischbein“ war ein Neffe des ebenfalls in der Ausstellung vertretenen Johann Heinrich Tischbein d. Ä. und einer der bei Bürgertum und Adel gefragtesten Porträtmaler am Ende des 18. Jahrhunderts. Das Bildnis zeigt die Ehefrau des Leipziger Kaufmanns Franz Joseph Grassi dem damaligen Frauenideal entsprechend mit Strickzeug und gekleidet nach der Mode des Empire.
Ritter S. Georgius
Karl Haberstock (1878–1956)
Das Porträt des damals 36-jährigen Haberstock gehört zum impressionistischen Spätwerk Trübners. Über den gemeinsamen Bekannten Max Liebermann hatte der Maler den Kunsthändler kennengelernt, der nachfolgend einen wesentlichen Teil von Trübners Werken in seiner Galerie in Berlin verkaufte. Archivalischen Unterlagen zufolge entstand dort auch das Bildnis.
Hirtenidylle
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Johannes Visscher (Amsterdam 1636– 1692 Amsterdam), nach einer Vorlage von Nicolaes Berchem (1630–1683).
Fürst Grigori Alexandrowitsch Potjomkin
Russischer Fürst und Feldmarschall, Vertrauter Katharinas der Großen (1739–1791)
Gegenstück zu Kat. 83.
Gideon Ernst Freiherr von Laudon
Österreichischer Feldherr (1717–1790)
Gegenstück zu Kat. 84.
Als Vorlage diente eine Radierung von Carl Schütz (Laibach 1745–1800 Wien), nach eigener Zeichnung.
Burg Alt-Falkenstein bei Klus an der Dünnern
Paarstück zu Kat. 72b.
Als Vorlage diente eine Radierung von Matthäus Merian d. Ä. (Basel 1593– 1650 Schwalbach).
Gebirgige Flusslandschaft – sog. Spinnrocken-Bild
Paarstück zu Kat. 72a.
Als Vorlage diente eine Radierung von Matthäus Merian d. Ä. (Basel 1593– 1650 Schwalbach).
Fürstbischof Clemens Wenzeslaus
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Johann Esaias Nilson (Augsburg 1721– 1788 Augsburg).
Der Quacksalber
Paarstück zu Kat. 73
Als Vorlage diente eine Radierung von Adriaen van Ostade (Haarlem 1610– 1684 Haarlem).
Gebirgslandschaft mit Hirtin und Wanderer
Paarstück zu Kat. 74
Als Vorlagen dienten Capriccio aus zwei Stichen:
Der Wanderer: Kupferstich von Jacques-Philippe Le Bas (Paris 1707–1783 Paris)
Die Hirtin: anonymer Nachstich nach Nicolaes Berchem (Haarlem 1620–1683 Amsterdam)
Miniatur-Kabinett
Bemalung mit 17 Hinterglasbildchen an den Schubladen und den beiden Innentüren, gerahmt von profilierten Holzleisten, Quecksilberverspiegelung hinter halb deckenden und decken- den Farben.
Niederländische Hafenszenerie
Menalcas und Galathe
Paarstück zu Kat. 51.
Als Vorlage diente eine Radierung von Johann Lorenz Rugendas d. Ä. (Augsburg 1733–1799 Augsburg).
Nisus und Lesbia
Paarstück zu Kat. 52.
Als Vorlage diente eine Radierung von Johann Lorenz Rugendas d. Ä. (Augsburg 1733–1799 Augsburg).
Galantes Paar unter einem Felsbogen
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Johann Esaias Nilson (Augsburg 1721– 1788 Augsburg), seitenverkehrt nach einer Tuschfederzeichnung des Künstlers.
Schäferidylle mit Dudelsackspieler
Südliche Pastorale
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Fabio Berardi (Siena 1728–1788 Venedig), nach einem Gemälde von Guiseppe Zais (1709–1781).
Die Rast des Wanderers
Als Vorlage diente ein Kupferstich und Radierung von Francesco Bartolozzi (Florenz 1728–1815 Lissabon), nach einem Gemälde von Francesco Zuccarelli (1702–1780).
›Die Musik bei Hoff‹
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Johann Esaias Nilson (Augsburg 1721– 1788 Augsburg), nach eigenem Entwurf.
Allegorie ›Frühling‹
Aus einer Serie »Die vier Jahreszeiten« Gegenstück zu Kat. 28, 29, 30.
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Jan Saenredam (Zaandam 1565– 1607 Assendelft), nach einer Vorlage von Hendrick Goltzius (1558–1617).
Allegorie ›Herbst‹
Aus einer Serie »Die vier Jahreszeiten« Gegenstück zu Kat. 27, 28, 30.
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Jan Saenredam (Zaandam 1565–1607 Assendelft), nach einer Vorlage von Hendrick Goltzius (1558– 1617).
Allegorie ›Sommer‹
Aus einer Serie »Die vier Jahreszeiten« Gegenstück zu Kat. 27, 29, 30.
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Jan Saenredam (Zaandam 1565–1607 Assendelft), nach einer Vorlage von Hendrick Goltzius (1558– 1617).
Allegorie ›Winter‹
Aus einer Serie »Die vier Jahreszeiten« Gegenstück zu Kat. 27, 28, 29.
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Jan Saenredam (Zaandam 1565–1607 Assendelft), nach einer Vorlage von Hendrick Goltzius (1558– 1617).
Der Prophet Elischa und die drei Könige
Nach einer Vorlage des Kupferstichs von Caspar Luyken (Amsterdam 1672–1708 Amsterdam), aus der Bibel Historiae celebriores Veteris (Novi) Testamenti, herausgegeben von Christoph Weigel (1654–1725) in Nürnberg.
König David und die Volkszählung
Als Vorlage diente ein anonymer Holzschnitt.
Allegorie ›Asien‹
Aus einer Serie »Die vier Erdteile«
Als Vorlage diente ein Stich von Giovanni Volpato (Bassano 1733–1803 Rom), nach einer Vorlage von Jacopo Amigoni (1682–1752).
Allegorie ›Amerika‹
Aus einer Serie »Die vier Erdteile«
Als Vorlage diente ein Kupferstich und Radierung von Giovanni Volpato (Bassano 1733–1803 Rom), nach einer Vorlage von Jacopo Amigoni (1682–1752).
›Etliche Palazzie zu Neapoli‹
Gegenstück zu Kat. 17
Vorlage: Kupferstich von Melchior Küsel (Augsburg 1626–1683 Augsburg), nach einer Zeichnung von Johann Wilhelm Baur (1607–1642)
›Palazz zu Muran des Conte Widmann‹
Gegenstück zu Kat. 16
Vorlage: Kupferstich von Melchior Küsel (Augsburg 1626–1683 Augsburg), nach einer Zeichnung von Johann Wilhelm Baur (1607–1642)
Der Tod des Abschalom
Nach einer Vorlage des Kupferstichs von Philipp Andreas Degmair (Augsburg 1711–1771 Augsburg).
Josua und Kaleb
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Georg Andreas Wolfgang (Chemnitz 1631–1716 Augsburg), für das Augsburger Friedensgemälde von 1677.
Allegorie ›Afrika‹
Aus einer Serie »Die vier Erdteile«
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Giovanni Volpato (Bassano 1733– 1803), nach einer Vorlage von Jacopo Amigoni (1682–1752)
Glasrahmen mit Gouache „Mariae Geburt"
König David und das Wasseropfer
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Caspar Luyken (Amsterdam 1672–1708 Amsterdam), aus der Bibel Historiae celebriores Veteris (Novi) Testamenti, herausgegeben von Christoph Weigel (1654–1725) in Nürnberg.
Hinterglas-Goldradierung mit Kartusche
Paarstück zu Kat. 94.
Hinterglas-Goldradierung mit Kartusche
Paarstück zu Kat. 95.
Mattatias tötet den Abtrünnigen
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Martin Engelbrecht (Augsburg 1684– 1756 Augsburg).
›La Musique du Cabinet‹
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Johann Esaias Nilson (Augsburg 1721– 1788 Augsburg), nach eigenem Entwurf.
Jagdschloss Kranichstein mit dem Dreistangenhirsch
Als Vorlage diente eine Radierung und Kupferstich von Martin Elias Ridinger (Augsburg 1731–1780 Augsburg), nach einer Vorlage von Georg Adam Eger (1727–1808).
Abraham führt Isaak zum Opferaltar
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Johann David Nessenthaler (Augsburg 1717–1766 Augsburg), nach einer Vorlage von Johann Elias Ridinger (1698–1767).
Allegorie ›Prudentia – Die Klugheit‹
Aus einer Serie »Die vier Kardinaltugenden«.
Als Vorlage diente ein Kupferstich und Radierung von Charles Taylor (Shenfield 1756–1823 Hatton Garden), nach einer Vorlage von Angelika Kauffmann (1741–1807).
Vor der Schenke
Paarstück zu Kat. 89.
Wandernde Töpferfamilie
Paarstück zu Kat. 90.
Als Vorlage diente ein Gemälde von Johann Conrad Seekatz (Grünstadt 1719–1768 Darmstadt), Öl auf Leinwand.
Jesus und die Samariterin am Jakobsbrunnen
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Johann David Nessenthaler (Augsburg 1717–1766 Augsburg), erschienen im Verlag von Martin Engelbrecht (1684–1756).
Allegorie ›Wasser‹
Aus einer Serie »Die vier Elemente«
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Jacopo Amigoni (Neapel 1682–1752 Madrid), erschienen im Verlag Joseph Wagner (1706–1780), Venedig.
Friedrich Maximilian Freiherr von Liebenstein
Gegenstück zu Kat. 85b
Maria Margaretha Freifrau von Liebenstein
Gegenstück zu Kat. 85a.
Nonnenspiegel „Hl. Joseph mit dem Lilienstab"
Allegorie ›Frühling‹
Aus einer Serie »Die vier Jahreszeiten« Gegenstück zu Kat. 32
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Jacopo Amigoni (Neapel 1682– 1752 Madrid)
Allegorie ›Sommer‹
Aus einer Serie »Die vier Jahreszeiten«
Gegenstück zu Kat. 31
Nachstich eines Kupferstichs von Joseph Wagner (Thalendorf am Bodensee 1706–1780 Venedig), nach einer Vorlage von Jacopo Amigoni (1682–1752).
Kurfürst Clemens August von Bayern als Falkner
Als Vorlage diente ein Gemälde des ›Meisters der Jagdbildnisse‹, Öl auf Leinwand im Schloss Augustusburg zu Brühl, Audienzzimmer des Gelben Appartements.
Der Hühnerhund beim Anschleichen
Als Vorlage diente ein Stich von Johann Georg Hertel (Augsburg 1700– 1775 Augsburg), nach einer Vorlage von Jean-Baptiste Oudry (1686–1755).
Blick auf einen südlichen Hafen bei Sonnenaufgang
Gegenstück zu Kat. 19
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Jean-Alexandre Aveline (um 1739–1781), nach einem Gemälde von Claude Joseph Vernet (1714–1789).
Südliche Meeresbucht
Gegenstück zu Kat. 18
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Catharine Elise Lempereur (Paris 1726–?), nach einem Gemälde von Claude Joseph Vernet (1714–1789).
Gesellschaft auf der Terrasse
Erste Luftfahrt der Madame Tiblée zu Dijon
Mondsichelmadonna mit Kind
Maria lactans
Kreuztragung Christi
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Maestro del Dado (tätig in Rom zwischen 1532 und 1560), nach einer Zeichnung im Stil von Raffael (1483–1520).
Noli me tangere
Die lateinische Wendung „Noli me tangere“ bedeutet übersetzt „Berühre mich nicht“. Dem Johannesevangelium zufolge (Joh 20,17) richtete Jesus diesen Ausspruch an Maria Magdalena, als diese dem Auferstandenen in der Nähe des leeren Grabes begegnete. Die nur bei Johannes erwähnte Szene begründete eine weitverbreitete ikonografische Tradition, die vom Hochmittelalter bis ins 20. Jahrhundert reicht.
Porträt eines Mannes
Das mit lockerem Pinselstrich gemalte und oben rechts auf das Jahr 1693 (oder 1698?) datierte Gemälde ist ungewöhnlich für ein Porträt: Der vom Betrachter abgewandte, in sich gekehrte Blick lässt an eine Ausdrucksstudie oder an ein Selbstporträt denken. Letzteres nahm eine Sonderrolle in der Porträtkunst ein und war nicht den darstellerischen Konventionen repräsentativer Bildnisse unterworfen.
Porträtstudie eines alten Mannes
Das auf Fernwirkung angelegte Porträt erinnert an Darstellungen von flämischen Künstlern wie Peter Paul Rubens (1577–1640) oder Jacob Jordaens (1593–1678). Letzterem war es einst zugeschrieben, weicht jedoch bei genauerer Betrachtung von dessen Maltechnik ab. Die rundum beschnittene Leinwand legt nahe, dass die Darstellung einst ein größeres Format besaß oder aus einem größeren Zusammenhang stammt.
Porträt eines Schusters
Die Bezeichnung des Bildes gibt einige Rätsel auf: Sie weist den Ulmer Porträtmaler Georg Friedrich Pfandzelt (um 1685–1765) entweder als Dargestellten oder als Urheber des Bildes aus. Abgebildet ist jedoch kein Maler, sondern ein Schuster, und die malerische Handschrift des Porträts lässt keine überzeugende Zuschreibung an Pfandzelt zu.
Hl. Birgitta von Schweden
Die Heilige gilt als Mystikerin und Ordensgründerin (1303–1373).
Hl. Johannes von Nepomuk in Altbunzlau
Hl. Ambrosius
Aus einer Serie »Die vier lateinischen Kirchenväter«
Gegenstück zu HGS 162, 161, 159.
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Johann Georg Bergmüller (Türkheim 1688–1762 Augsburg).
Hl. Augustinus
Aus einer Serie »Die vier lateinischen Kirchenväter«
Gegenstück zu HGS 162, 161, 160.
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Johann Georg Bergmüller (Türkheim 1688–1762 Augsburg).
Hl. Gregorius
Aus einer Serie »Die vier lateinischen Kirchenväter«
Gegenstück zu HGS 162, 160, 159.
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Johann Georg Bergmüller (Türkheim 1688–1762 Augsburg).
Hl. Hieronymus
Aus einer Serie »Die vier lateinischen Kirchenväter«
Gegenstück zu HGS 161, 160, 159.
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Johann Georg Bergmüller (Türkheim 1688–1762 Augsburg).
Madonna mit dem gewickelten Kind
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Albrecht Dürer (Nürnberg 1471–1528 Nürnberg).
Madonna und die vierzehn Nothelfer
Pastorale ›Der galante Hirte‹
Als Vorlage diente ein Stich von A. Laurent (tätig in Paris Mitte 18. Jahr- hundert), nach einem Gemälde von François Boucher (1703–1770).
Die Hl. Anna lehrt Maria das Lesen
Als Vorlage diente ein Kupferstich aus dem Verlag Joseph Wagner
(Thalendorf am Bodensee 1706–1780 Venedig)
Aktstudie zu einem Hl. Sebastian (?)
Das ehemals Paul Troger (1698–1762) zugeschriebene Gemälde entstand womöglich als Kompositionsstudie oder in einem Ausbildungskontext. Der Künstler zeigt sich in der Anlage des Aktes beeinflusst von der italienischen Malerei des 17. Jahrhunderts: Zurückgehend auf u. a. Caravaggios (1571–1610) „Bekehrung des Paulus“ waren perspektivische Verkürzungen damals ein weit verbreitetes Stilmittel.
Manieristische Gartenlandschaft
Allegorie ›Frühling‹
Aus einer Serie »Die vier Jahreszeiten« Gegenstück zu Kat. 37.
Allegorie ›Herbst‹
Aus einer Serie »Die vier Jahreszeiten« Gegenstück zu Kat. 36.
S. Georgius
Nach einer Vorlage von Johann Andreas Scheffel (Bischoffingen 1674–1748 Augsburg)
S. Carolus
Der bayerische Hiasl
Als Vorlage diente eine Radierung von Georg Philipp d. J. (1701–1774) und Johann Lorenz d. Ä. (1733–1799) Rugendas, Augsburg, 2. Hälfte 18. Jahrhundert.
Bildnis eines jungen Mannes
Die Rückseite des Bildes trägt das Wappen der in Augsburg und Nürnberg ansässigen Familie Imhof sowie die Jahreszahl 1556. Stil, Kleidung und Haartracht sprechen jedoch für eine Entstehung um 1500. Das Bildnis könnte anlässlich der Hochzeit oder für die Brautwerbung eines Mitglieds der Familie Imhof, dessen Identität nicht eindeutig geklärt ist, entstanden sein.
Susanna im Bade
Die Geschichte der Tugendheldin Susanna (Dan 13,1–64), die trotz drohender Anklage als Ehebrecherin der Begierde zweier Richter widersteht, war ein äußerst beliebtes Thema in der Malerei, bot sie doch die Möglichkeit, eine nackte Schöne im Bad darzustellen. U. a. aufgrund der Nähe zur venezianischen Malerei wurde das Bild ehemals dem Umkreis von Johann König oder Hans von Aachen zugeordnet.
Stillleben mit Blumen und Früchten
Das Gemälde und sein Gegenstück (Inv. Nr. 3741) gehören zu einer Serie von vier Stillleben (zwei davon im Depot der Kunstsammlungen), die sich zunächst im Saal der Reichsstädtischen Kunstakademie und später in einem der Fürstenzimmer des Rathauses befand. Die frühere Zuschreibung an den bischöflichen Hofmaler Karl Wilhelm de Hamilton (1668–1754) wurde 2015 unter anderem aus stilistischen Gründen revidiert.
Stillleben mit Papagei
Das Gemälde und sein Gegenstück (Inv. Nr. 3744) gehören zu einer Serie von vier Stillleben (zwei davon im Depot des Museums), die sich zunächst im Saal der Reichsstädtischen Kunstakademie und später in einem der Fürstenzimmer des Rathauses befand. Die frühere Zuschreibung an den bischöflichen Hofmaler Karl Wilhelm de Hamilton (1668–1754) wurde 2015 unter anderem aus stilistischen Gründen revidiert.
Schatulle mit Hinterglasmalereien
Dekoriert mit sieben Hinterglasbildchen: Deckelmotiv ›Jesus und die Samariterin am Jakobsbrunnen‹,
wohl nach Carlo Maratta (1625–1713).
Vier Bildchen auf Vorder- und Rückseite ›Vier Jahreszeiten‹
Zwei Seitenbildchen weibliche Allegorien.
Jaël tötet Sisera und Verherrlichung der unbefleckten Empfängnis Mariens
Der Begriff der Typologie bezeichnet eine Auslegung der Bibel, in der Ereignisse des Alten Testaments mit jenen des Neuen Testaments in Bezug gesetzt werden. So gilt z. B. die Geschichte von Jaël und Sisera als Verweis auf die Überwindung der Erbsünde durch die unbefleckte Empfängnis Mariens. Der anonyme Künstler hat dieses Konzept in seinem Freskenentwurf (Ausführung unbekannt) umgesetzt.
Jaël tötet Sisera und Verherrlichung der unbefleckten Empfängnis Mariens
Der Begriff der Typologie bezeichnet eine Auslegung der Bibel, in der Ereignisse des Alten Testaments mit jenen des Neuen Testaments in Bezug gesetzt werden. So gilt z. B. die Geschichte von Jaël und Sisera als Verweis auf die Überwindung der Erbsünde durch die unbefleckte Empfängnis Mariens. Der anonyme Künstler hat dieses Konzept in seinem Freskenentwurf (Ausführung unbekannt) umgesetzt.
Die Taufe Christi im Jordan
Die von Engeln getragene Erdkugel in der oberen Bildhälfte basiert auf einer unbekannten Vorlage, die auch für die Ölskizze mit „Jaël und Sisera“ (Inv. Nr. 6182) genutzt wurde. In der vorliegenden Komposition ergibt sie jedoch wenig Sinn, da auf die zugehörige Figur der „Maria Immaculata“ verzichtet wurde. Möglicherweise handelt es sich um eine Kompositionsstudie, die nicht zur Ausführung bestimmt war.
Erzherzog Franz Joseph, Erbprinz der Toskana
Als Vorlage diente ein Schabkunstblatt von Graf Carlo Lasinio (Treviso 1759– 1838 Pisa).
Jephta und seine Tochter
Dargestellt ist die alttestamentliche Geschichte des Richters Jephta. Für den Sieg in einer Schlacht gelobte er, Gott das erste zu opfern, das ihm bei seiner Rückkehr entgegenkam – dies war seine einzige Tochter. Die dramatische Szene wurde in der Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts häufig dargestellt. Ihre malerische Ausführung erinnert an die Werke Giovanni Battista Pittonis (1687–1767).
Vanitas-Stillleben
Vermeulen zählt zu einer Reihe von Haarlemer Malern, die vor dem Hintergrund calvinistischen Gedankenguts insbesondere das Vanitas-Stillleben pflegten. Die Requisitenauswahl konzentrierte sich dabei häufig auf Bücher, Waffen und Instrumente, die den Betrachter zur Selbstreflexion anhalten sollen. So verweisen etwa Bücher auf die positiv konnotierte Gelehrsamkeit, warnen jedoch auch vor Hochmut.
Vanitas-Stillleben­­­­­
Vermeulen zählt zu einer Reihe von Haarlemer Malern, die vor dem Hintergrund calvinistischen Gedankenguts insbesondere das Vanitas-Stillleben pflegten. Die Requisitenauswahl konzentrierte sich dabei häufig auf Bücher, Waffen und Instrumente, die den Betrachter zur Selbstreflexion anhalten sollen. So verweisen etwa Bücher auf die positiv konnotierte Gelehrsamkeit, warnen jedoch auch vor Hochmut.
Jagdstillleben mit totem Hasen
Das Gemälde ist eines von 20 Jagdstillleben verschiedener Größe, die Weenix im Dienst von Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz für Schloss Bensberg schuf. Die kleineren Formate, zu denen das vorliegende Exemplar zählt, zeichnen sich dabei durch eine Feinmalerei aus, die die Materialität der Gegenstände beinahe greifbar wiedergibt. Jagdstilleben mit toten Hasen finden sich häufig in Weenix‘ Œuvre.
Das Leben des Hl. Sebastian
Franz Anton Weiß war der Stammvater einer Künstlerfamilie, die über vier Generationen tätig war. Die Ölskizze ist der Entwurf für das 1764 datierte Langhausfresko der Sebastianskapelle in Wertach (Allgäu). Weiß schuf für das Deckenbild eine detailfreudige Schilderung der Legende des Kirchenpatrons, die er mit der Darstellung einer Schlacht und eines Festmahls ungewöhnlich weit ausschmückte.
Allegorie auf das Geschlecht von Rodt
Der vermutlich im Zusammenhang mit einem Deckengemälde entstandene Entwurf zeigt eine Fülle von allegorischen Figuren, die thematisch um geistliche und weltliche Macht unter dem Einfluss der in der Mitte thronenden Göttlichen Vorsehung kreisen. Mit dem Wappen im Vordergrund verweisen sie wohl auf das Adelsgeschlecht von Rodt, dessen Mitglieder hohe geistliche und militärische Ämter bekleideten.
Der Feldherr Jeftha begegnet seiner Tochter
Als Vorlage diente ein Kupferstich von Joseph Wagner (Thalendorf am Bodensee 1706–1780 Venedig), nach einer Vorlage von Jacopo Amigoni (1682–1752).
Gärtnerin
Die Zuschreibung beruht auf monogrammierte Zeichnungen, die stilistisch und technisch direkt übereinstimmen (wie z.B. Groß 1996, S. 101, Kat. Nr. 80)
Provenienz:
Das Blatt wurde von Peter Kraus auf der Versteigerung bei Bassenge, Berlin Kat. Nr. 5393 am 26./27.5.2000 erworben (Johann Joachim Pfeiffer zugeschrieben)
Hauswedell u. Nolte Hamburg Auktion 336 am 15.8.1998 Kat. Nr. 124 (Jakob Weyer zugeschrieben siehe Zusatzdatei)
*Die rote Grundierung des Papiers überdeckt ein Schriftstück (Brief oder Rechnung); von dem auf der Rückseite und bei Durchsicht deutliche Spuren erkennbar sind.
Blumenstillleben
Als Vorlage diente ein Ölgemälde von Jan van Huysum (Amsterdam 1682–1749 Amsterdam).
Früchtestillleben mit Distelfink und Admiralfalter
Das symbolisch aufgeladene Bild ist eines von zwei als Pendants konzipierten Stillleben mit Früchten und Kleintieren (das Gegenstück befindet sich in Privatbesitz). Die Schnecke und das zur Fäulnis übergehende Obst verweisen auf die Zeit bzw. die Vergänglichkeit, während die Fliege die Sünde, der Distelfink den Leidensweg Christi und Raupe und Schmetterling Tod und Auferstehung verbildlichen.
Christus und die Samariterin
Der skizzenhafte Stil der auf Giovanni Battista Piazzetta (1682–1754) zurückgehenden Komposition deutet auf eine etwas spätere Entstehung als jene des Gemäldes „Christus wird von Engeln gestärkt“ (Inv. Nr. 6147), das aus demselben achtteiligen Zyklus stammt. Winck experimentierte in der Bildserie mit verschiedenen Skizzenstilen, die seine malerische Entwicklung zu dieser Zeit veranschaulichen.
Christus wird von Engeln gestärkt
Die Ölskizze stammt aus einem achtteiligen Zyklus mit Szenen aus dem Leben Christi, der vollständig im Bestand der Kunstsammlungen und Museen Augsburg erhalten ist. Die Verwendung von Eisenblech als Malgrund widerspricht aufgrund der langen Trockenzeit eigentlich dem spontanen Charakter einer Ölskizze und unterstreicht die Funktion der Gemälde als von Sammlern geschätzte Kabinettstücke.
Die Hinrichtung der Hl. Katharina
Winck war ab 1769 kurfürstlicher Hofmaler in München und erreichte in den 1770er Jahren mit der Ausstattung zahlreicher oberbayerischer Kirchen den Höhepunkt seines Schaffens. Sein Entwurf für das Langhausfresko der Kirche in Thankirchen bei Dietramszell verzichtet auf ausgeprägte perspektivische Verkürzungen und illusionistische Effekte und ist damit ganz typisch für das späte 18. Jahrhundert.
Die vier Weltteile verehren die Schmerzhafte Maria als Rosenkranzspenderin
Das Œuvre Wolckers, der ein Schüler Johann Georg Bergmüllers war, beinhaltet vornehmlich Altarbilder und Freskomalerei. Das Motiv der Ölskizze, das die Rosenkranzspende Marias an die Kontinente mit den Heiligen Dominikus und Katharina von Siena als Vermittlern zeigt, führte er, nur wenig verändert, im Langhaus der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Oberostendorf (Ostallgäu) aus.
Die Blendung Simsons
Das Buch der Richter (16,1–22) erzählt von Simson als Auserwähltem Gottes, der so lange unbesiegbar war, wie sein Haar ungeschoren blieb. Verraten von seiner Geliebten Delila wurde er jedoch von den Philistern gefangen genommen und geblendet. Zick zeigt sich bei diesem frühen Gemälde beeinflusst von Rembrandts gleichnamigem, 1636 entstandenem Werk im Städel Museum, Frankfurt am Main.
Die Pest
Januarius Zick war ab 1760/61 Kurtrierer Hofmaler und führte gegen Ende des 18. Jahrhunderts zahlreiche bedeutende Freskenaufträge aus. Das hier gezeigte Spätwerk ist keine historische Schilderung der Pest, sondern vielmehr eine düstere Vergänglichkeitsallegorie. Umgeben von verwitternder Architektur steht im bühnenartigen Bildraum alleine die Personifikation des Todes noch aufrecht.
Das Reich der Nymphe Flora
Das Gemälde, das den Garten der Nymphe Flora und die Götter des Olymp zeigt, diente als Entwurf für die Fresken der Decke des Steinernen Saals in Schloss Nymphenburg. Der Bozzetto weicht in diversen Details von der Ausführung ab: Neben kleineren motivischen Unterschieden verzichtet er auf die optischen Verkürzungen des Freskos, so dass die Darstellung wie ein normales Gemälde anmutet.
Die Entdeckung der drei Quellen von Wessobrunn
Die Ölskizze zum Gewölbefresko der Eustachiuskapelle in der Wallfahrtskirche Andechs schildert die Gründungslegende des Klosters Wessobrunn: Während einer Jagd entdecken Herzog Tassilo III. von Bayern und seine Begleiter Wesso und Torro drei Quellen, bei denen später das Kloster entstehen wird. Die Kapelle ist eine Stiftung der Grafenfamilie Toerring-Seefeld, die ihre Linie auf Torro zurückführt.
Seestück
Der aus Leiden stammende und später in Den Haag ansässige Maler Jan van Goyen lernte u.a. beim berühmten Landschaftsmaler Esaias van de Velde I. in Haarlem. Van Goyen hinterließ ein umfangreiches Werk von Landschaftsgemälden, darunter Winterbilder, Stadtansichten und vor allem Seestücke. Das vorliegende Gemälde ist mit seiner fein abgestuften Farbigkeit ein typisches Spätwerk des Künstlers.
Blumenstillleben
Die auf Blumenstillleben spezialisierte Maria van Oosterwijck lernte bei Jan Davidszoon de Heem in Antwerpen. Zu ihren Auftraggebern gehörten u.a. König Ludwig XIV. und Kaiser Leopold. Wie in vielen Stillleben finden sich auch in diesem Bild zahlreiche Anspielungen auf die Vergänglichkeit, so z. B. die von Insekten umschwirrten faulen Pfirsiche, überreifen Trauben und angefressenen Blätter.