Silberschatz gefunden von der Stadtarchäologie, Foto: Andreas Brücklmair

Stadtarchäologie entdeckt römischen Silberschatz

Stadtarchäologie findet Silberschatz

Bei Ausgrabungen im Stadtteil Oberhausen unter der Aufsicht der Stadtarchäologie Augsburg, wurde der größte römische Silberschatz entdeckt, der jemals im heutigen Bayern gefunden wurde. Er umfasst knapp 5600 Silbermünzen, sogenannte Denare, aus dem 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. und wiegt etwa 15 Kilogramm.

Die Silbermünzen wurden unweit der Fundstelle des frühesten römischen Stützpunkts in Bayern, ebenfalls im Kies eines alten Wertach-Flussbetts entdeckt. Dort war das Areal eines künftigen Wohngebietes archäologisch untersucht worden. Ein Behältnis konnte nicht mehr festgestellt werden. „Wir gehen davon aus, dass der Schatz im frühen 3. Jahrhundert außerhalb der Stadt Augusta Vindelicum nahe der dort verlaufenden Via Claudia vergraben und nicht wieder geborgen wurde. Das Versteck wurde wohl viele Jahrhunderte später durch ein Wertach-Hochwasser weggespült und die Münzen damit im Flusskies verstreut“, erläutert Sebastian Gairhos, Leiter der Stadtarchäologie Augsburg. „Ein einfacher Soldat verdiente im frühen 3. Jh. zwischen 375 und 500 Denare. Der Schatz hat demnach den Gegenwert von etwa 11 bis 15 Jahresgehältern.“

Zum Jahreswechsel werden Teile des Silberschatzes und auch der bereits im Juni dieses Jahres vorgestellten Funde aus Oberhausen im Römerlager des Zeughauses in einer kleinen Präsentation ausgestellt. Zur Ausstellungsseite >>>

Mehr Informationen zu den beeindruckenden Funden aus Oberhausen gibt es auf unserer Sonderseite >>>

Silberschatz gefunden von der Stadtarchäologie, Foto: Andreas Brücklmair